Gesundheit
Smartphones sind häufig Störfaktoren für den Schlaf

Im Alltag ist das Smartphone kaum wegzudenken. Während es bei jüngeren Menschen begonnen hat, geht dieser Trend längst durch alle Altersgruppen. Das Smartphone, welches das Leben durchaus einfacher machen kann, hat jedoch auch seine Nachteile. Wenn das Smartphone häufig genutzt wird, dann sinkt sowohl die Schlafdauer als auch die Schlafqualität erheblich.

Freitag, 24.01.2020, 08:28 Uhr aktualisiert: 24.01.2020, 08:33 Uhr
Gesundheit: Smartphones sind häufig Störfaktoren für den Schlaf
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Eine Studie aus Belgien zeigt, dass dauerhafte Nutzer von Smartphones deutlich schlechter und kürzer schlafen. Dies wird sich bei Schüler und Studenten wahrscheinlich auch auf die Prüfungsergebnisse aus. Zusätzlich ist die Regeneration gehemmt — der Betroffene fühlt sich nicht sonderlich fit.

Zu welchem Ergebnis kam die Studie?

An der belgischen Studie haben 1.889 Studenten teilgenommen. Hierbei wurde festgestellt, dass die Teilnehmer deutlich schlechter geschlafen haben, welche das Smartphone häufiger genutzt haben. Die Wahrscheinlichkeit, in einen erholsamen Schlaf zu fallen, ist um 11 Prozent geringer. Zusätzlich haben diese Studenten durchschnittlich 12 Minuten weniger Schlaf — pro Tag. 

Eine Besonderheit ist, dass der Schlaf bei Studentinnen noch schlechter geworden ist. Studentinnen mit häufiger Nutzung des Smartphones haben eine 20 Prozent geringere Wahrscheinlichkeit, einen hochwertigen Schlaf zu erhalten. Die Gründe sind vielfältig. 

Bei der Nutzung des Smartphones kommt es nicht selten zu einer Reizüberflutung. Hierbei werden Emotionen geweckt oder aufgewühlt. Hierfür reicht bereits ein Posting bei den sozialen Medien. Jedoch kann die Person auch in eine Unterhaltung eingebunden werden, wodurch noch weniger geschlafen wird. 

Das blaue Licht eines Smartphones (sofern es nicht gefiltert wird) unterdrückt die Produktion des Schlafhormons Melatonin. So kann es schnell passieren, dass sich die Person nicht mehr müde fühlt und eventuell sogar gar nicht mehr schläft.

Warum ist das Smartphone häufig im Gebrauch?

Längst ist bewiesen, dass die Angst „etwas zu verpassen“ der Grund ist, weshalb die Smartphone-Nutzung zugenommen hat. Daher entsteht auch das Bedürfnis, dass vor allem jüngere Menschen immer erreichbar sein wollen. Somit entsteht auch die Produktion des Stresshormons, dessen sich die Betroffenen nicht direkt bewusst sind.

Was gibt es für Besonderheiten im Schlaf?

Bei Erwachsenen gibt es die Besonderheit, dass alle 90 Minuten ein neuer Schlafzyklus beginnt. Der Schlaf unterteilt sich hierbei in verschiedene Schlafphasen. Im Wesentlichen befinden wir uns häufig in der leichten Schlafphase — hierüber gleiten wir in die erholsamen Schlafphasen, wodurch wir uns am nächsten Tag erholter und regenerierter fühlen.

Wie gelingt guter Schlaf?

Die eigene Schlafqualität kann jeder optimieren. Ein Drittel aller Deutschen haben Schlafstörungen, dies ist auch in allen anderen Industrieländern keine Seltenheit. Doch wie gelingt überhaupt ein guter Schlaf? 

Alles beginnt mit der Regelmäßigkeit. Ein Tagesrhythmus sollte geplant werden und wenn dieser über eine Zeit hinweg gelingt, gewöhnt sich der Körper schnell daran. Somit weiß die innere Uhr auch, wann die Vorbereitungen für das Schlafen beginnen. Die Müdigkeit entsteht somit zu den geplanten Uhrzeiten. 

Zusätzlich kann der Schlafkomfort erhöht werden. Hierbei helfen insbesondere Matratzentopper um die alte Matratze wieder komfortabel zu machen . Schon ein kleines Upgrade kann so für Entspannung sorgen. Der verbesserte Schlafkomfort wirkt sich entsprechend positiv auf die Schlafqualität aus.

Körperliche Bewegung und Ernährung

Körperliche Bewegung kann Müdigkeit verursachen, wenn sie gebraucht wird. Zusätzlich tut sich jeder Sportler mit diesen Aktivitäten selbst einen gefallen, denn sowohl die körperliche als auch geistige Gesundheit steigt. Allerdings sollte nicht übertrieben werden, denn vor allem Cardio-Training kann sich nachteilig auf die Herzgesundheit auswirken. 

Ältere Menschen haben es teilweise jedoch etwas schwieriger, überhaupt in einen angenehmen Schlaf zu fallen. Senioren können besondere Tipps anwenden, um einen hochwertigen Schlaf zu erhalten. 

Die Ernährung spielt ebenfalls eine Rolle. Eine ausgewogene Ernährung hat den Vorteil, dass ein besseres Wohlbefinden entsteht. Die Vitalität nimmt zu, wodurch mehr Energie für den Tag bereitsteht und auch mehr unternommen werden kann. Somit ist die Ernährung ein wichtiger Baustein der körperlichen Betätigung. 

Innerhalb der Ernährung gibt es aber auch Lebensmittel, die unbedingt vermieden werden sollten. Wer sich zum abendlichen Fernsehschauen noch Cola oder Kaffee zuführt, sorgt für eine schlechte Schlafqualität oder kann überhaupt nicht einschlafen. Alkohol kann ebenfalls dazu führen, dass sich der Betroffene nur in der leichten Schlafphase aufhält.

Was passiert bei zu wenig Schlaf?

Ein Erwachsener sollte um die sieben bis acht Stunden schlafen. Der Schlaf kann aber auch reduziert werden, da hierbei die leichte Schlafphase wegfällt. Es ändert sich demnach nichts, wenn lediglich fünf bis sechs Stunden geschlafen wird — dieselbe Leistungsfähigkeit ist gegeben. 

Zu Beginn des Schlafes zeichnet sich der Schlaf vor allem durch die Tiefschlafphase aus. Hierdurch generiert sich der Körper und stärkt auch sein Immunsystem. Alle Eindrücke aus dem vergangenen Tag werden ebenfalls in dieser Zeit sortiert und verarbeitet

Vor allem Dinge, die für die Zukunft von Relevanz sein könnten, werden hierbei im Langzeitgedächtnis abgespeichert. Zu diesem Entschluss kam ein Forscher aus der Universität Lübeck. Hierfür wurde ein Experiment durchgeführt, dabei sollten sich die Teilnehmer bestimmte Wörter merken. 

Einen Teil der Gruppe sagte man, dass diese Wörter später nochmal abgefragt werden. Der anderen Gruppe allerdings nicht. Das Resultat war, dass die erste Gruppe deutlich besser abgeschnitten hatte. 

Wenn Sie also unter schlechtem oder zu kurzem Schlaf leiden, sollten Sie diese Tipps berücksichtigen, um die Erholung zu bekommen, welche ein gesunder Körper und Geist benötigen.

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