Kapseln, Pulver und Co.
Nahrungsergänzungsmittel können dem Herz schaden

Sie versprechen, die Herzfunktion zu fördern - können mitunter aber das Gegenteil bewirken: Nahrungsergänzungsmittel nimmt man aus Expertensicht lieber nicht ohne Anlass ein.

Mittwoch, 06.05.2020, 10:49 Uhr aktualisiert: 06.05.2020, 10:56 Uhr
Nahrungsergänzungsmittel sollte man aus Expertensicht nur bei einem nachgewiesenen Mangel einnehmen.
Nahrungsergänzungsmittel sollte man aus Expertensicht nur bei einem nachgewiesenen Mangel einnehmen. Foto: Christin Klose

Frankfurt/Main (dpa/tmn) – Wer Probleme mit dem Herz hat, ist bei Nahrungsergänzungsmitteln lieber zurückhaltend. Durch diese Mittel steigt die Gefahr, bestimmte Vitamine und Mineralstoffe in zu großen Mengen aufzunehmen. Dies könnte der Gesundheit am Ende mehr schaden als nutzen, warnt die Deutsche Herzstiftung.

Hinzu kommt, dass man durch die Einnahme solcher Kapseln, Pulver oder Konzentrate womöglich weniger Wert auf eine insgesamt ausgewogene Ernährung legt.

Neben ausreichend Bewegung hält eine gesunde Ernährung Herz und Kreislauf fit, so die Experten. Auf den Tisch kommen idealerweise viel Obst und Gemüse, Vollkornprodukte, genug Eiweiß, Nüsse, Fisch und pflanzliche Öle. Wer wenig oder gar keine tierischen Lebensmittel isst, sollte darauf achten, genug Vitamin B12 zu sich zu nehmen.

Allerdings gelte in diesen Fällen - und allgemein: Bei einem nachgewiesenen Mangel an bestimmten Vitaminen oder Mineralstoffen sei die Einnahme von Ergänzungsmitteln unbedenklich, so die Herzstiftung. Vorher sollte man sich aber auf jeden Fall ärztlichen Rat holen.

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