Studie
Rauchen unter jungen Leuten immer unbeliebter

Nicht einmal 6 Prozent der Jugendlichen rauchen. Das sind so wenige wie noch nie seit den 1970er Jahren. Das freut die Experten - eine andere Droge macht ihnen dagegen weiter Sorgen.

Mittwoch, 01.07.2020, 11:38 Uhr aktualisiert: 01.07.2020, 11:42 Uhr
Zunehmend uncool: Nicht einmal sechs Prozent der Jugendlichen rauchen.
Zunehmend uncool: Nicht einmal sechs Prozent der Jugendlichen rauchen. Foto: Jens Kalaene

Berlin (dpa) - Rauchen wird laut einer Studie bei Jugendlichen undjungen Erwachsenen in Deutschland immer unbeliebter. Unter den 12-bis 17-Jährigen gaben noch 5,6 Prozent an, ständig oder gelegentlichzu rauchen, wie die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung(BZgA) am Mittwoch nach Umfragedaten aus dem vergangenen Jahrmitteilte.

Das waren so wenige wie noch nie seit Beginn derBefragungsreihe in den 1970er Jahren. Unter 18- bis 25-Jährigen sinddemnach noch 21,2 Prozent Raucher - ebenfalls der bisherige Tiefstandin der Studie.

Prävention wirkt - bei Tabak

Die Bundesdrogenbeauftragten Daniela Ludwig (CSU) sagte, dieerfreulichen Zahlen seien ein Ergebnis jahrzehntelanger, gutgemachter Präventionsarbeit. Dieser Effekt müsse auch bei Cannabiserreicht werden. Laut Studie haben dies 10,4 Prozent der 12- bis17-Jährigen und 46,4 Prozent der 18- bis 25-Jährigen schon einmalprobiert.

Die Leiterin der BZgA, Heidrun Thaiss, sagte: «Cannabis istdie mit Abstand am meisten konsumierte illegale Substanz.» Dies seibesonders bedenklich, da der Konsum im Jugendalter mit besonderenRisiken für den wachsenden Organismus verbunden sei.

Alkoholkonsum weiter zu hoch

Mit Blick aufs Rauchen sagte Thaiss, die Entwicklung bei E-Produktenund Wasserpfeifen sei genau zu beobachten - auch wenn aktuell keineweiteren Konsumanstiege zu verzeichnen seien. Besorgniserregend sei,dass weiter zu viele junge Menschen bis zum Rausch Alkohol trinken.

Für die Studie wurden den Angaben zufolge 7000 Menschen im Alter von12 bis 25 Jahren von April bis Juni 2019 befragt. Die Umfragereihezur Drogenaffinität wird seit 1973 in regelmäßigen Abständen gemacht.

© dpa-infocom, dpa:200701-99-631709/2

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