Gesundheit
Whey Protein, die Power, die aus der Molke kommt

Sinnvolle Nahrungsergänzung für Kraft- und Ausdauersportler 

Mittwoch, 22.07.2020, 13:43 Uhr aktualisiert: 22.07.2020, 13:49 Uhr
Gesundheit: Whey Protein, die Power, die aus der Molke kommt
Foto: Photo by Anastase Maragos on Unsplash

Protein-Shakes galten lange Zeit als Powerbooster für Bodybuilder und im Bereich des Kraftsports finden sie einen ausgedehnten Anwendungsbereich. Auch bei Ausdauersportlern sorgt Protein nach einem erschöpfenden Work-out für schnelle Regeneration und zügigen Muskelaufbau. Konzentriertes Eiweiß stärkt das Immunsystem und macht es deswegen auch für weitere Anwendungsgebiete interessant. Veganer und Vegetarier ergänzen ihre fleischlose Kost mit diesen supplements, um Mangelerscheinungen zu vermeiden! Lebensmittelallergiker können mit Protein-Shakes Ihr Eiweißdepot gefüllt halten. Richtig angewandt unterstützt es Diäten mit dem Ziel des Gewichtsverlustes und bei altersbedingten Stoffwechselerkrankungen werden positive Effekte erzielt.

Die kleinen Kraftbomben können aus verschiedenen proteinreichen Rohstoffen hergestellt werden. So finden sich in den Regalen der Anbieter Proteinprodukte u. a. aus Reis, Soja, Hülsenfrüchten und auch Hanf. Der König unter den Proteinshakes wird allerdings aus Molke extrahiert und unter dem Namen „Whey Protein“ angeboten. So gibt es nach heutigem wissenschaftlichem Kenntnisstand keine Proteinquelle mit höherer biologischer Wertigkeit, wie der Whey Protein Test von Fitness-Supplements-Vergleich.com eindrucksvoll bestätigt!

Was ist Whey Protein und in welcher Form ist es erhältlich?

Whey ist die englische Bezeichnung für Molke. Diese fällt als Nebenprodukt bei der Milchverarbeitung an. Durch mehrere aufwendige Filtrationsverfahren werden der reinen Molke fast der gesamte Fettanteil und die Kohlenhydrate entzogen, sodass ein hoch konzentriertes Eiweißprodukt entsteht. Nach dem Durchlaufen eines schonenden Trocknungsverfahren bleibt Whey Protein in Pulverform übrig. Dieses wird in der Regel in drei verschiedenen Mischformen angeboten.

Die kostengünstigste Variante firmiert als Konzentrat (WPC), der Proteingehalt pendelt sich bei niedrigem Fett und Kohlenhydrat-Anteil zwischen 70 und 80 % ein. Die einfache Form der Herstellung macht das Produkt kostengünstig. Allerdings enthält WPC ein hohes Kontingent Lactose, was sich negativ auf die Verträglichkeit auswirken kann.

Eine Stufe höher angesiedelt ist die Verarbeitungsform des Isolats (WPI). Dieses wird durch ein Mikrofiltrationsverfahren gewonnen und enthält weitaus weniger Lactose, Kohlenhydrate und Fette. Dadurch eignet es sich sogar für eine Low Carb Ernährung. WPI liegt zwar im Preis höher als das Konzentrat, gelangt aber auch schneller ins Blut und erzielt seine muskelregenerierende und -aufbauende Wirkung um einiges rascher.

Für den professionellen Bereich des Kraftsports wurde Hydrolysat (WPH) entwickelt. Hierbei werden durch Aufspaltung (Hydrolyse) der Enzyme des Isolats die Eiweißbausteine in deren kleinste Bestandteile, die sogenannten Peptide, zerlegt. Die Herstellung ist sehr aufwendig, was sich im Preis bemerkbar macht. Hydrolysat hat oft einen bitteren Beigeschmack und wird meist in Form von Aminosäurekapseln und Proteintabletten angeboten.

Dosierung von Whey Protein

Empfohlen wird die Einnahme morgens kurz nach dem Aufstehen oder nach den Trainingseinheiten, weil in diesen Momenten der Körper besonders aufnahmefähig für Proteine ist. Der steigende Eiweißpegel belastet die Nieren, sodass dringend empfohlen wird, die Einnahme mit ausreichend Flüssigkeit zu begleiten. Der Tagesbedarf ist stark abhängig von den jeweiligen Trainingszielen. Bei einem normalen und ausgewogenen Training gilt die Faustregel, dass 25–30 Gramm-Portionen ausreichend bemessen sind, um den Muskelaufbau kontinuierlich zu steigern. Nichtsportler begnügen sich mit 0,8 Gramm pro Kilo Körpergewicht, fortgeschrittene Sportler bedürfen 1,5 Gramm und bei Hochleistungssportlern liegt dieser Wert bei 2,5 Gramm.

Bleibt noch die Frage zu klären, ob Milch oder Wasser das Medium zur Ansetzung des Kraft-Shakes ist, welches bessere Resultate zeitigt. Wer abnehmen möchte, dem sei zu Wasser angeraten. Wer seinem Körper möglichst viel Protein zuführen will, der ist mit fettarmer Milch (1,5 %) bestens bedient. Mit Vollmilch (3,5 %) ist problemlos eine signifikante Gewichtszunahme zu erreichen.

Ohne Proteine geht es nicht

Neben der Verfolgung von sportlichen Zielen helfen proteinhaltige Nahrungsmittel jedem, der es Alltags-bedingt nicht schafft, sich ausgewogen zu ernähren. Whey gilt wegen seiner neun essenziellen Aminosäuren aus Sicht der Ernährungswissenschaft als vollwertiges Protein. Deshalb ist eine Nahrungsergänzung durch Eiweiß-Shakes dieser Art durchaus sinnvoll. Zumal die Stärkung des Immunsystems der Gesundheit förderlich ist und damit eine hohe Lebensqualität bewirkt!

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