Gesundheit
Künstliche Intelligenz revolutioniert das Gesundheitswesen

Künstliche Intelligenz wird die Menschheit auf eine ganz neue Ebene hieven. Im Bewusstsein der Masse steht bis jetzt primär das autonome Fahren. KI wird jedoch nicht nur auf die Mobilität Auswirkungen haben, sondern auf viele Bereiche, im Besonderen auch auf das Gesundheitswesen.

Montag, 15.02.2021, 08:45 Uhr aktualisiert: 15.02.2021, 08:53 Uhr
Gesundheit: Künstliche Intelligenz revolutioniert das Gesundheitswesen
Foto: Photo by Alexandre Debiève on Unsplash

Was versteht man unter künstlicher Intelligenz?

Künstliche Intelligenz, kurz KI oder auch AI für artifical intelligence, ist ein Teilgebiet der Informatik und wird gemeinhin als nächste große Revolution der Menschheitsgeschichte angesehen. Zweck der KI ist es, Maschinen und Computern eigenständiges Lernen und Denken beizubringen, um so den Menschen entlasten zu können. Von selbstfahrenden Autos haben die meisten Menschen bereits gehört, jedoch hält die KI zunehmend auch in weitere Bereiche des alltäglichen Lebens Einzug. KI soll das menschliche Denken imitieren, rationalisieren und im Endschritt verbessern. Auf den ersten Blick klingt KI als Segen, von Kritikern hört man jedoch, dass sie außer Kontrolle geraten kann. Einige ziehen sogar Vergleiche zu den Terminator-Filmen, bei denen computergesteuerte Roboter die Menschheit an den Rand der Ausrottung bringen. Es wäre nicht das erste Mal, dass Science Fiction Realität werden würde. Was tatsächlich eintritt, weiß nur die Zukunft.

Welche Auswirkungen hat  KI im Gesundheitswesen ?

Den Einfluss künstlicher Intelligenz auf das Gesundheitswesen kann man in vier Hauptbereiche unterteilen:
Bei der Diagnose kann KI unterstützend wirken, indem sie beispielsweise medizinische Bildaufnahmen analysiert und auswertet. Dieses Spezialgebiet nennt man auch "Computational Photonics". Ebenso können Computerprogramme lernen, Krankheitsverläufe und Therapiechancen individuell vorherzubestimmen. So können etwa die Erfolgschancen einer Chemo- oder Strahlentherapie auf das individuelle Krebsgeschehen vorausgesagt werden.

Künstliche Intelligenz hat bereits Einzug in die Operationssäle dieser Welt gehalten. Operierende Ärzte, welche unter dem Mikroskop Eingriffe mit hoher Präzision durchführen, können per Sprachbefehl Informationen anfordern, die dann im Okular des Operationswerkzeugs angezeigt werden. Dies ermöglicht die optimale Aufmerksamkeit auf die eigentliche Behandlung.

Menschen mit eingeschränkter Mobilität, wie es beispielsweise nach einem Schlaganfall auftreten kann, profitieren ebenfalls von der Zukunftstechnologie. Sie werden in der Bewegungstherapie bedarfsgerecht, dass bedeutet so wenig wie möglich, aber so viel wie nötig, von intelligenten Assistenzsystemen unterstützt. Für größtmöglichen Nutzen müssen sich diese Systeme individuell an den Patienten anpassen. Nur so kann eine optimale Behandlung und Genesung sichergestellt werden.

Insbesondere während der SARS-CoV-19-Pandemie hat die Telemedizin aufgetrumpft. Gewöhnliche Arztbesuche können nun digital von zu Haus aus erledigt werden und die Patienten müssen nicht mehr vor Ort sein, was die Überwachung und Therapiekontrolle vereinfacht.
Betrachtet man all diese Vorteile, verwundert es nicht, dass die Bundesregierung künstliche Intelligenz im Gesundheitswesen fördert und fordert. So sollen bis 2025 alle Patientenakten den deutschen Universitäten in elektronischer Form für Forschungsarbeiten zur Verfügung stehen. Voraussetzung dafür ist die benötigte Infrastruktur, an der weiterhin gearbeitet wird.

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