Karriere
Industrie 4.0: Weiterbildung wird immer wichtiger

In der modernen Industrie werden immer mehr Aufgaben von Robotern und Maschinen übernommen, wodurch der Automatisierungsgrad zunehmend ansteigt. Damit Fertigungen automatisch funktionieren können, ist eine umfangreiche digitale Infrastruktur eine essentielle Voraussetzung.

Mittwoch, 14.02.2018, 13:25 Uhr

Karriere: Industrie 4.0: Weiterbildung wird immer wichtiger
Foto: pexels.com

Die zunehmende Digitalisierung der Industrie stellt dabei ebenfalls völlig neue Anforderungen an das Personal. Vor allem die Verarbeitung großer Datenmengen ist in diesem Zusammenhang von großer Bedeutung.

Was steckt hinter dem Begriff der Industrie 4.0?

Die Industrie der Zukunft wird im Allgemeinen unter dem Fachbegriff Industrie 4.0 zusammengefasst. Im Wesentlichen handelt es sich hierbei um einen Begriff aus der Forschungsunion der deutschen Bundesregierung. Prinzipiell beschreibt die Wortschöpfung eine Entwicklung hin zu einer industriellen Produktion, in der die Fertigung mit modernster Informations- und Kommunikationstechniken kombiniert wird. So soll die intelligente, digitale Vernetzung einzelner Systeme auf lange Sicht eine weitestgehend automatisierte sowie selbstständig organisierte Produktion ermöglichen. Ziel der Vision ist es, neben einzelnen Produktionsschritten weiterhin ganze Wertschöpfungsketten zu optimieren. Auf diese Weise soll ebenfalls die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen für die Zukunft sichergestellt werden.

Auf welche Weise beeinflusst die Entwicklung das Anforderungsprofil von Arbeitnehmern?

Da auch eine Produktion nach dem Modell der Industrie 4.0 nicht ohne menschliche Einwirkungen funktioniert, kommt den Qualifikationen der Angestellten weiterhin eine wichtige Bedeutung zu. So müssen nicht nur neue Softwarelösungen entwickelt und implementiert werden, sondern auch die Überwachung und Wartung der Systeme ist Aufgabe des Personals. Um diese Tätigkeiten durchführen zu können, sind angesichts der zunehmenden Komplexität digitaler Prozesse allerdings tiefgreifende IT-Kenntnisse notwendig. So gewinnt fachspezifisches IT-Know-how im industriellen Sektor immer mehr an Relevanz. Aufgrund des rasanten technischen Fortschritts ist davon auszugehen, dass die Anforderungen hier in Zukunft noch weiter ansteigen dürften.

Welche Branchen sind von der Digitalisierung besonders stark betroffen?

Schon in der heutigen Zeit ist vor allem die industrielle Produktion stark durch digitale Systeme geprägt. Insbesondere im Maschinen und Automobilbau spielt die Automatisierung von Fertigungsschritten eine fundamentale Rolle. Allerdings handelt es sich bei der Digitalisierung keinesfalls um ein Phänomen, das lediglich auf bestimmte Branchen beschränkt ist. So laufen beispielsweise auch im Dienstleistungssektor wie der Tourismus- und Versicherungsbranche viele Prozesse mittlerweile auf der digitalen Ebene ab. Um den eigenen Kenntnisstand dieser Entwicklung anpassen zu können, stellen Weiterbildungen eine optimale Lösung dar.

Zukunftssichere Weiterbildungen: Welche Berufe sind besonders gefragt?

Die Entwicklung hin zu automatisierten Prozessen erfordert zwangsläufig die Verarbeitung großer Datenmengen. Aus diesem Grund besteht aktuell eine große Nachfrage nach sogenannten Datenwissenschaftlern. Bei einer Weiterbildung als Data Scientist lernen Teilnehmer unter anderem, wie Daten effektiv gesammelt, ausgewertet und analysiert werden können. Da im Zuge der Digitalisierung das Internet ebenfalls von Bedeutung ist, gilt auch der Beruf des Webdevelopers als besonders zukunftssicher.

Webentwickler beschäftigen sich vorwiegend mit der Erstellung, Optimierung und Anpassug von Internetseiten und Datenbanken. Schwerpunkte sind hier die Kreation und Entwicklung von softwarebasierten Webanwendungen. Neben Data Scientists und Webdevelopern wird auch der Beruf des E-Commerce-Managers immer wichtiger. So hat die Ausbreitung des E-Commerce mit zahlreichen Onlineshops und Portalen in den letzten Jahren grundlegend revolutioniert. Schon heute ist es für den Erfolg von Unternehmen unerlässlich, dass digitale Kanäle richtig verstanden und genutzt werden. Denn nur wer hier die richtigen Metriken anwendet, kann die neuen Medien auch gewinnbringend nutzen.

Was bleibt abschließend zum Thema zu sagen?

In der Gesamtbetrachtung wird sehr schnell deutlich, dass die Entwicklung hin zur Industrie 4.0 digitale Qualifikationen seitens des Personals in vielen Fällen zu einer Pflichtvoraussetzung werden lässt. Arbeitnehmer können diese Gegebenheit durchaus als Chance sehen, da Weiterbildungen in diesem Bereich die eigenen Karriereaussichten schnell und einfach verbessern können. 

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