Karriere
Autodidaktik: Mit Selbstdisziplin zu mehr Wissen

Eine abgeschlossene Ausbildung beziehungsweise ein Studium sind grundlegende Voraussetzungen für den beruflichen Erfolg. Doch neben der institutionell vermittelten Bildung gibt es auch andere Wege, sein Wissen in den unterschiedlichsten Gebieten auszubauen.

Montag, 04.02.2019, 14:55 Uhr aktualisiert: 04.02.2019, 14:58 Uhr
Karriere: Autodidaktik: Mit Selbstdisziplin zu mehr Wissen
Foto: Flickr Reading Vladimir Pustovit CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

Das Wort "Autodidakt" kommt aus dem Altgriechischen (Αυτοδίδακτος) und bedeutet "selbstständiger Lerner". Dass man mit Selbstbildung viel erreichen kann, haben im Laufe der Geschichte zahlreiche berühmte Persönlichkeiten bewiesen. So wurden unter anderem Leonardo da Vinci, Gottfried Wilhelm Leibniz und Johann Wolfgang von Goethe vor allem durch autodidaktisches Lernen zu großen Universalgelehrten. Auch in der zeitgenössischen Kulturszene haben sich berühmte Autodidakten durch außerordentliches Talent und viel Fleiß hervorgetan: Weder Woody Allen noch Quentin Tarantino oder Steven Spielberg haben je eine Filmhochschule besucht.
Sich selbst Wissen anzueignen liegt auch heute noch im Trend, und die Möglichkeiten dazu sind leichter zugänglich denn je. Durch das Internet stehen Autodidakten viele Quellen zum selbständigen Lernen direkt zur Verfügung. Interaktive Lernplattformen ohne Zulassungsbeschränkung wie MOOC.org oder die Khan Academy lassen die Herzen von Lernbegeisterten höher schlagen; Wer Wissen zur Unternehmensführung braucht, bekommt im Startup-Guide von IONOS zum Beispiel die doppelte Buchführung einfach und kompakt erklärt; und Online-Tutorials auf diversen YouTube-Kanälen decken ebenfalls nahezu alle Wissensbereiche ab. Dort kann jeder ein Musikinstrument spielen lernen, bekommt komplizierte Matheaufgaben erklärt oder kann sich etwas über Astrophysik erzählen lassen.
Auch in der durchstrukturierten Welt der Bildung und in der Wirtschaft bringt selbstgeleitetes Lernen viele Vorteile: Autodidakten erweitern ihren Wissenshorizont über den üblichen Lernstoff an der Schule oder den Hochschulen hinaus und heben sich dadurch deutlich von Mitbewerbern oder Mitarbeitern ab. Doch autodidaktisches Lernen muss nicht unbedingt ausschließlich die Förderung der Karriere zum Ziel haben. Wer etwas Neues lernt und sich dafür begeistert, hat mehr Freude und Spaß im Leben, fördert seine kognitiven Fähigkeiten und entwickelt sich als Persönlichkeit weiter.
Neugierde ist die treibende Kraft der Autodidakten. Sich im Selbststudium zu bilden ist allerdings kein Zuckerschlecken. Es erfordert viel Selbstdisziplin, die Bereitschaft zu lernen und sich aus freien Stücken herauszufordern. Um dauerhaft motiviert zu bleiben, ist es darum wichtig, sich seine Ziele bewusst zu machen, Lerninhalte zu formulieren und gegebenenfalls Lernstrategien zu entwickeln.

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