Trotz unbesetzter Stellen
Deutlich mehr neue Azubis in Metall- und Elektroberufen

Die Metall- und Elektrobranche braucht sich weniger um den Nachwuchs zu sorgen: In den Betrieben gibt es einen deutlichen Zuwachs an Auszubildenden. Laut dem Arbeitgeberverband ist auch ein klarer Favorit unter den Berufen auszumachen.

Montag, 08.04.2019, 12:52 Uhr aktualisiert: 08.04.2019, 12:56 Uhr
78.000 Menschen begannen 2018 eine Ausbildung in den Metall- und Elektroberufen. Im Vergleich zu 2017 legte damit die Anzahl um 5,7 Prozent zu.
78.000 Menschen begannen 2018 eine Ausbildung in den Metall- und Elektroberufen. Im Vergleich zu 2017 legte damit die Anzahl um 5,7 Prozent zu. Foto: Felix Kästle

Berlin (dpa) - In Metall- und Elektroberufen in Deutschland gibt es so viele neue Auszubildende wie seit zehn Jahren nicht mehr. 2018 begonnen mehr als 78.000 Menschen eine Ausbildung in diesem Bereich, wie der Arbeitgeberverband Gesamtmetall mitteilte.

Das seien 5,7 Prozent mehr als noch 2017. Der beliebteste Ausbildungsberuf ist laut dem Verband der Fachinformatiker mit knapp 15.000 neuen Azubis 2018.

Seit etwa fünf Jahren blieben jedes Jahr rund zehn Prozent aller Ausbildungsstellen unbesetzt. Die Betriebe fänden nicht genügend geeignete Bewerber, heißt es von dem Verband. Deshalb fordert Gesamtmetall-Präsident Rainer Dulger mehr Investitionen des Bundes in die Schulen: «Wir können als Eltern, als Wirtschaft, als Gesellschaft und als Politik nicht länger hinnehmen, dass jedes Jahr 50.000 junge Menschen ohne jeden Abschluss die Schule verlassen.»

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