Pflege und Therapie
Lehrende sollten Stimmbelastung ernst nehmen

Sie müssen in ihrem Beruf tagtäglich viel reden - und das geht auf die Stimme: Lehrer, Dozenten und Erzieher sollten ihr Sprechorgan daher auf schonende Weise einsetzen und Störungen frühzeitig abklären.

Freitag, 12.04.2019, 16:21 Uhr aktualisiert: 12.04.2019, 16:26 Uhr
Morgens vor dem Unterricht können Lehrer ihre Stimme durch Summen aufwärmen.
Morgens vor dem Unterricht können Lehrer ihre Stimme durch Summen aufwärmen. Foto: Roland Holschneider

Bonn (dpa/tmn) - Den ganzen Tag Studenten oder Schüler übertönen und den Blockunterricht im Frontalmodus gestalten: Professoren, Lehrer oder Erzieher sind stimmlich einer enormen Belastung ausgesetzt. Sie sollten ihre Stimme daher trainieren und besonders pflegen.

Darauf weist Prof. Markus M. Hess in der Zeitschrift «Forschung & Lehre» hin. Stimmstörungen wie hörbare Heiserkeit, Krächzen oder Stimmversagen sollten Betroffene frühzeitig abklären lassen, rät der HNO-Arzt und Direktor der Deutschen Stimmklinik in Hamburg.

Wer an einer Stimmstörung leidet, könne in einer Therapie mit Logopäden und Osteopathen oder auch Psychotherapeuten Stimmverbesserungen erzielen. Darüber hinaus helfen Hess zufolge sogenannte stimmhygienische Maßnahmen : Dazu gehört etwa, die Stimme morgens durch Summen aufzuwärmen, eine aufrechte Körperhaltung zu pflegen und Räuspern möglichst zu vermeiden. Alkohol oder Zigarettenrauch wirken negativ auf die Stimmlippen ein.

Nicht zuletzt empfiehlt Prof. Hess Lehrenden ein professionelles Stimmcoaching: Dabei trainieren sie eine für ihren Berufsalltag gesunde Sprechweise (Ausgabe 04/2019).

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