Weniger Stunden
Teilzeit-Ausbildung darf nicht ewig dauern

Sei es wegen der Pflege eines Angehörigen oder wegen eines weiteren Jobs: Nicht jeder kann eine Ausbildung in Vollzeit absolvieren. Was Azubis beachten müssen, die ihre Stunden reduzieren möchten.

Freitag, 02.10.2020, 12:07 Uhr aktualisiert: 02.10.2020, 12:12 Uhr
Bei einer Ausbildung in Teilzeit können Azubis ihre wöchentliche Arbeitszeit im Betrieb um bis zu 50 Prozent reduzieren.
Bei einer Ausbildung in Teilzeit können Azubis ihre wöchentliche Arbeitszeit im Betrieb um bis zu 50 Prozent reduzieren. Foto: Ina Fassbender

Nürnberg (dpa/tmn) - Eine duale Berufsausbildung lässt sich auch in Teilzeit absolvieren. Das erklärt die Bundesagentur für Arbeit auf ihrem Portal «Planet-Beruf». Grundsätzlich stehe eine Ausbildung mit verkürzter wöchentlicher Arbeitszeit jedem offen. Auszubildende brauchen allerdings die Zustimmung ihres Betriebs.

Die tägliche oder wöchentliche Arbeitszeit kann den Infos zufolge um maximal 50 Prozent reduziert werden. Abhängig davon auf wie viele Arbeitsstunden man sich mit dem Betrieb einigt, verlängert sich die Gesamtdauer bis zum Abschluss der Ausbildung.

Es gibt aber eine Maximalgrenze: Eine Ausbildung in Teilzeit darf laut Planet-Beruf höchstens eineinhalb mal so viel Zeit in Anspruch nehmen wie die in der Ausbildungsordnung festgelegte Dauer für die Vollzeitausbildung. Wer eine üblicherweise dreijährige Ausbildung in Teilzeit absolviert, macht also nach spätestens 4,5 Jahren seinen Abschluss. Die Vergütung kann der Betrieb anteilig verkürzen.

Für die Berufsschule gilt die mit dem Betrieb vereinbarte Teilzeitregelung nicht automatisch. Hier müssen Azubi, Betrieb und Berufsschule gegebenenfalls eine individuelle Abstimmung treffen.

© dpa-infocom, dpa:201002-99-798329/2

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