Start, Stop, Keep
So verpacken Sie Feedback richtig

Feedback so zu vermitteln, dass es richtig ankommt und auch Änderungen bewirkt, ist oft gar nicht so einfach. Ein Experte empfiehlt es nach einer simplen Methode zu strukturieren.

Donnerstag, 08.04.2021, 04:24 Uhr aktualisiert: 12.04.2021, 16:56 Uhr
Was anfangen, was aufhören, was beibehalten? Mit diesem Dreiklang lässt sich ein erfolgreiches Feedback-Gespräch führen.
Was anfangen, was aufhören, was beibehalten? Mit diesem Dreiklang lässt sich ein erfolgreiches Feedback-Gespräch führen. Foto: Christin Klose

Hamburg (dpa/tmn) - Wer regelmäßig mit konstruktivem Feedback für Kolleginnen oder Mitarbeiter scheitert, kann beim nächsten Mal die Start-Stop-Keep-Methode ausprobieren. Dazu rät der Unternehmer, Autor und Podcaster Michael Asshauer in einem Experten-Beitrag auf Xing .

Die Grundsätze seien einfach. Das Feedback-Gespräch sollte unter vier Augen stattfinden. Die Gesprächspartner bringen dann jeweils mindestens ein Thema für die Aspekte Start, Stop und Keep für die andere Person mit, erklärt der Experte.

Was weiter tun, was lassen?

Bei Start-Themen geht es um die Frage: Was sollte das Gegenüber künftig tun? Stop-Themen dagegen beinhalten Dinge, die das Gegenüber künftig nicht mehr tun sollte. Mit einem Keep-Thema vermittelt man seinem Gesprächspartner, was er oder sie zukünftig weiterhin tun sollte, weil man es bereits sehr schätzt.

Wichtig sei, dass beide Seiten für jeden Punkt (Start, Stop, Keep) jeweils mindestens ein Thema mitbringen - auch, wenn es Mitarbeitenden womöglich schwerfällt, der Führungskraft mitzuteilen, was sie künftig nicht mehr tun sollte.

Regelmäßiger Feedback-Termin

Im Gespräch sollten die Beteiligten die Regel «Kein Feedback auf Feedback» beachten, so Asshauer. Die vorgebrachten Punkte sollten nicht diskutiert werden, der Empfänger hört lediglich zu und bedankt sich für das Feedback. Das Wichtigste sei, die Sicht- und Gefühlsweise der anderen Person zu erkennen, erklärt der Autor.

Asshauer empfiehlt für die Feedback-Methode einen regelmäßigen Termin unter vier Augen zwischen Führungskraft und Beschäftigten einzuführen. Maximal dauert so ein Gespräch 15 Minuten. Denkbar sei etwa ein fester Termin alle zwei Wochen.

Führungskräften rät der Experte, für jedes Teammitglied eine Notiz in der Notizapp auf dem Smartphone zu erstellen. Darin lassen sich durchgehend jeweils Start-, Stop- und Keep-Punkte sammeln, die in der täglichen Zusammenarbeit auffallen.

© dpa-infocom, dpa:210407-99-114731/2

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