Karriere
Maschinenbauer und Fahrzeugtechniker händeringend gesucht

Köln (dpa/tmn) - Maschinenbauer, Fahrzeugtechniker oder auch Ingenieure in der Elektrotechnik haben derzeit sehr gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Das zeigt der MINT-Frühjahrsreport 2013. Für Biologen und Chemiker sieht es nicht ganz so gut aus.

Montag, 06.05.2013, 15:19 Uhr
Veröffentlicht: Montag, 06.05.2013, 14:55 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Montag, 06.05.2013, 15:19 Uhr

Maschinenbauer und Fahrzeugtechniker werden händeringend gesucht. Das geht aus einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft über Fachkräfte in den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) hervor. In dem Bereich gibt es deutlich mehr offene Stellen als arbeitslose Fachkräfte. Die Forscher nahmen ab einem Kennwert von 1 einen Arbeitskräfteengpass an. Bei den Maschinenbauern und Fahrzeugtechnikern lag er bei 5,7.

Gute Jobaussichten haben auch Ingenieure in der Energie- und Elektrotechnik sowie in der Metallverarbeitung. Auch hier gibt es mehr offene Stellen als arbeitslose Fachkräfte. Hier lag der Wert bei 4,7 beziehungsweise 3,5.

Doch nicht für alle MINT-Fachkräfte sieht der Arbeitsmarkt so rosig aus: Bei Biologen und Chemikern gibt es mit einem Kennwert von 0,4 einen Arbeitskräfteüberschuss. Auch bei den Mathematikern und Physikern wurde mit einem Wert von 0,8 der kritische Schwellenwert von 1 nicht erreicht.

Die Mehrheit der MINT-Akademiker (87 Prozent) hat nach den aktuellsten Daten aus dem Jahr 2010 einen unbefristeten Arbeitsvertrag, nur 10,3 Prozent waren befristet beschäftigt. Bei den Akademikern insgesamt waren dagegen 12,9 Prozent befristet beschäftigt. Die Mehrheit der MINT-Akademiker (89,5 Prozent) war außerdem in Vollzeit erwerbstätig. Bei den sonstigen Fachkräften waren es nur 65,1 Prozent.

Die Gehälter stiegen bei den MINT-Akademikern stärker als in anderen Fachbereichen: Bei den in Vollzeit erwerbstätigen MINT-Akademikern erhöhte sich der durchschnittliche Monatslohn nach Daten aus dem Sozio-oekonomischen Panel (SOEP) von 2000 bis 2011 von 3600 auf 4900 Euro brutto. Für die Gruppe aller Akademiker stieg er nur von 3700 Euro auf 4600 Euro.

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