Jetzt wird gefeiert
Diese Modetrends gibt es für Abschluss- und Abibälle

Schluss, aus und vorbei, die Schule endet mit einer großen Party. Einem Ball genauer gesagt - und für den kleidet man sich besonders. Ein paar Tipps zum Kauf eines stilvollen Kleides für den Schulball oder auch für den Abschlussball des Tanzkurses.

Montag, 08.04.2019, 04:45 Uhr aktualisiert: 08.04.2019, 11:28 Uhr
Jetzt wird gefeiert: Diese Modetrends gibt es für Abschluss- und Abibälle
Der Schulabschluss wird gerne in schicker Kleidung gefeiert. Foto: FashionID.de/dpa-tmn

Party! Die Abschlussbälle stehen bevor. Ob für den Tanzkurs oder den Schulball: Hier zieht man sich meistens sehr schick an. Anzug und langes Kleid sind oft sogar Pflicht.

Gibt es da Trends?

Auch klassische Ballroben unterliegen Trends. Sie sind oft ähnlich wie jene für die Brautmode. Auffällig sind aktuell in den Kollektionen rückenfreie Modelle, hauchzarte Röcke und Spitze. Auch Schnitte im Boheme und 20er-Jahre-Stil sieht man vergleichsweise häufig. Allerdings betont die Stilberaterin Katharina Starlay aus Wiesbaden, dass es gerade beim Kauf des vielleicht allerersten Abendkleides vor allem um eines geht: „Es ist vollkommen egal, was gerade in Mode ist. Dieses Outfit sollte primär den Menschen gut aussehen lassen.“ Es sollte also zum Stil, zur Persönlichkeit und zur Figur der Trägerin passen - dann fühlt man sich umso hübscher und letztlich einfach wohl auf der Party.

Welches Kleid steht mir besonders gut?

Im Grunde gelten auch hier die üblichen Stylingregeln. Ein Beispiel: „Der Schnitt des Kleids sollte auf die Proportion seiner Trägerin abgestimmt sein“, erklärt Starlay. „Wenn ich beispielsweise nicht groß bin, sollte ich möglichst auf Rüschen und Co. verzichten.“

Aber es gibt auch ein paar Besonderheiten bei Ballroben: „Wichtig bei der Wahl des Kleids ist, darauf zu achten, dass die Wunschfarbe auch zum Typ passt“, ergänzt Starlay. „Ein Abendkleid hat mehr Fläche als andere Kleidungsstücke. Da ist es umso wichtiger, den richtigen Ton zu treffen.“ Grob gesagt: Man betrachtet Haar-, Haut- und Augenfarbe und schaut, ob sie durch die Kleidfarbe vorteilhaft zur Geltung kommen und ob der Teint insgesamt ein Strahlen erhält. Die Modeberaterin empfiehlt, für ein angenehmes Tragegefühl nicht zu schwere Stoffe zu wählen.

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Wie finde ich das Richtige für mich im großen Angebot?

Jennifer Proud, Modeexpertin der Zeitschrift „Bravo“, rät: „Wer seine Vorstellungen und Wünsche vorab visualisiert, hat es beim Shoppen später einfacher. Auf Instagram und Pinterest finden sich zig Tausende Ideen, Einträge und Bilder, aus denen man schöpfen kann.“ Sie empfiehlt, sich zum Beispiel ein Board auf Pinterest anzulegen, eine Art Pinnwand mit Links und Ideen. „Außerdem kann man in Modemagazinen und Katalogen blättern und die schönsten Funde zu einer Collage zusammenbasteln, die den eigenen Stil widerspiegeln.“

„Es kann durchaus sinnvoll sein, sich in dem Outfit, das man ausgesucht hat, zu fotografieren, um zu sehen, wie die anderen mich wahrnehmen“, erklärt Modeberaterin Starlay. Plant man sich genug Zeit für den Kauf eines solchen Kleides bis zum Fest ein, kann man mehrere Varianten im Bild festhalten, vergleichen und auf Basis dessen entscheiden.

Wie wagemutig darf ich sein?

„Wer sich auf das ein oder andere modische Experiment einlässt, kann durchaus den Fashion-Jackpot knacken“, findet „Bravo“-Expertin Proud. „Um aber vor unangenehmen Überraschungen sicher zu sein, nimmt man am besten eine gute Freundin zum Shopping-Bummel mit.“ Die kennt den Stil nicht nur am besten, die rät auch mal ab, wenn eine Wahl nicht optimal ist.

Und es muss nicht pflichtbewusst ein Kleid sein, wenn das bislang auch nicht zum üblichen Kleidungsstil gehört. „Wer sich im Alltag ganz gern sportlich kleidet, sollte statt eines Kleids durchaus auch einen Jumpsuit in Erwägung ziehen“, rät etwa die Shopping-Beraterin Andrea Lakeberg aus Berlin. „Da gibt es mittlerweile wirklich edle Stücke, die auch zu festlichen Veranstaltungen passen. Wer dagegen auf ausgefallene Teile steht, setzt bei der Wahl des Abend-Outfits am besten auf Farben wie Electric Blue oder Rot.“

Wo sollte ich mir Grenzen setzen?

Auch wenn es einen sexy wirken lassen kann, Mode-Expertin Lakeberg rät zu diesem Anlass von einem ultrakurzen Minikleid ab. „Bei Dekolleté und Rocksaum gilt beim Abschluss- oder Abiball tatsächlich das Motto „weniger ist mehr“. Vor allem, weil vielfach Lehrer, Direktoren oder die Familie dabei sind.“ Immer auf der richtigen Seite ist man ihrer Meinung nach zum Beispiel mit einem klassischen Cocktailkleid.

Modeexpertin Proud empfiehlt, sich Fotos von vergangenen Bällen der Schule oder Tanzschule anzuschauen. „Dann sieht man sehr schnell, was geht oder wovon man lieber die Finger lassen sollte.“ Ihr extra Tipp: „Wer gerne ausgelassen tanzt, braucht ein Kleid, das alle Bewegungen mitmacht und dabei nicht verrutscht. Schwingende, leicht ausgestellte Röcke eignen sich dafür besonders gut, da sie viel Beinfreiheit bieten.“

Modeberaterin Lakeberg setzt für den stilvollen Auftritt noch eine Grenze: Ein No-go sind für sie „billige Stoffe, denen man das auch ansieht“. „Auf glänzendes Polyester beispielsweise sollte man verzichten. Genauso auf ein Übermaß an Dekoration wie glitzernde Steinchen.“ Ihr simples Credo für die stilvolle Kleiderwahl: „Ein toller Stoff und ein guter Schnitt reichen völlig aus für ein gutes Abendkleid. Ganz wichtig ist auch: Das Kleid muss passen. Vor allem ein zu kleines Abendkleid geht gar nicht.“

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