Neuer Modetrend durch Corona
Berliner Designer haben den Mundschutz für sich entdeckt

Beim Einkaufen oder in öffentlichen Verkehrsmitteln ist das Tragen eines Mundschutzes bundesweit Pflicht. Berliner Designer machen das Stück Stoff nun zum Mode-Accessoire und verbinden den neuen Trend mit einem guten Zweck.

Mittwoch, 06.05.2020, 12:53 Uhr aktualisiert: 06.05.2020, 12:56 Uhr
Die Designerin Hadas Foguel zeigt eine Mundschutz-Maske ihres Labels «Foguelina».
Die Designerin Hadas Foguel zeigt eine Mundschutz-Maske ihres Labels «Foguelina». Foto: Britta Pedersen

Berlin (dpa) - Man bekommt sie in Onlineshops, Apotheken undNähstuben. Aber auch Designer haben mittlerweile Masken für Mund undNase entworfen. Anfangs sei es gar nicht so leicht gewesen, an Stoffeund Materialien zu kommen, sagte Kilian Kerner (41).

Der Berliner Modeschöpfer will damit einen guten Zweck unterstützen.Fünf Euro pro Maske gehen an die Berliner Tafel, die wegen derCorona-Pandemie mehrere Ausgabestellen schließen musste undstattdessen einen Lieferservice organisiert hat. Auch das Label Maisonnoée und andere haben eigene Masken entworfen.

Kerner hofft, dass es im Spätsommer noch eine Modewoche geben wird,wenn vielleicht auch in anderer Form. «Das ist ein Teil unsererArbeit», sagte er. Die Berliner Fashion Week sei zweimal im Jahr eine«große Marketingmaschine». Eigentlich sollte sie Ende Juni beginnen,bisher haben die Veranstalter noch keine Angaben gemacht, ob und inwelcher Form diesen Sommer etwas geplant ist.

Für ihn habe das Jahr sehr gut angefangen, wegen der Pandemie seivieles aber abgesagt worden, sagte Kerner. «Ich habe versucht, nichtin Panik zu verfallen.» Das sei ihm die meiste Zeit auch geglückt.«Ich versuche einfach, positiv zu bleiben.»

Er wünsche sich, dass nicht zu viele Unternehmen Insolvenz anmeldenmüssten und die Branche näher zusammenrücke. «Der Mensch brauchtKleidung», sagte Kerner. Er hatte sich schon vor Beginn derEinschränkungen daheim eingeschlossen, um an seiner neuen Kollektionzu arbeiten. «Es geht jetzt mittlerweile wirklich an die Substanz.»

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