Reise
Kilimandscharo-Touren, Afrikas Highlight hautnah erleben

Er ist ein Traum, ein Muss für alle Alpinisten. Egal ob Profi oder Hobbybergsteiger, einmal im Leben will ihn jeder bezwungen haben - den Kilimandscharo. Mutterseelenallein thront er in weiter Steppe majestätisch über dem östlichen Afrika. Er gilt als Attraktion schlechthin, die neben Bergfans sogar normale Touristen anzieht. Und das bereits zu günstigen Preisen.

Dienstag, 10.12.2019, 11:02 Uhr aktualisiert: 10.12.2019, 11:05 Uhr
Reise: Kilimandscharo-Touren, Afrikas Highlight hautnah erleben
Foto: Photo by Sergey Pesterev on Unsplash

Großes Abenteuer - für jeden erschwinglich

Mit seinen 5.895 Metern gilt der im Nordosten Tansanias gelegene Kilimandscharo als höchster Berg Afrikas. Genau genommen ist es der Uhuru-Peak, der die größte Erhebung des Massivs darstellt. Die meisten Kilimandscharo-Touren haben ihn zum Ziel. Neben diesem gibt es noch zwei weitere Gipfel, den Mawanzi sowie den Shira. Auch sie gehören dazu und machen das freistehende, schon aus der Ferne weiß leuchtende Bergmassiv zu einem der imposantesten Anblicke der Erde. Jährlich zieht der Kilimandscharo rund 20.000 Menschen aus aller Welt in seinen Bann. In der Hochsaison zählen die Reiseveranstalter täglich bis zu 500 Touristen, welche mit über 1.000 Trägern und Bergführern auf unterschiedlichen Wegen zur Spitze steigen. Kein Wunder, denn die magische Wirkung des Kilimandscharo ist unerreicht. Die Besucher durchwandern fünf Klimazonen und genießen von verschiedenen Punkten aus atemberaubende Aussichten in die umliegenden Landschaften Tansanias und Kenias. Nicht einmal übertrieben kostspielig muss dieses Abenteuer sein. Bereits ab unter 2.000 Euro kann man bei einer der 8-tägigen Touren dabei sein.

Touren mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden

Einfach nach Tansania zu reisen, um den Kilimandscharo auf gut Glück zu bezwingen, ist leider nicht möglich. Allein ist das Besteigen des Berges untersagt. Jeder Tourist muss sich einer Gruppe anschließen, die auf der vorgesehenen Route, mit fachkundiger Begleitung den Gipfel erklimmt. Die Strecken werden dabei in Etappen von 8 und mehr Tagen bewältigt. Innerhalb von rund 6 Stunden erwandern die Teilnehmer in ihnen leichtes bis mittelschweres Gelände. Welche Routen, wie lang sie sind und welchen Schwierigkeitsgrad sie aufweisen, erfährt man bei speziellen Reiseveranstaltern, wie  AT-Reisen . Hier kann sich jeder individuell und persönlich beraten lassen. Wer beispielsweise das erste Mal zum Kilimandscharo reist, dem sei zunächst der leichteste, zugleich beliebteste Trip entlang der Marangu-Route empfohlen. Scherzhaft wird sie auch als Coca-Cola-Route bezeichnet, denn im Gegensatz zu allen anderen Touren übernachten die Wanderer hier in festen Hütten, in denen es dieses Getränk zu kaufen gibt. Neben der Marangu-Route werden ebenso die Rongai- sowie Machame-Route stark frequentiert, wogegen es auf der Lemosho- und Umbwe-Tour ruhiger zugeht. Letztere allerdings haben steilere Pfade und sind eher für erfahrene Bergtouristen geeignet.

Aufstieg ohne alpine Vorkenntnisse

Um an einer Besteigung des Kilimandscharo teilzunehmen, müssen die Teilnehmer keine Profi-Alpinisten sein. Zwar sollten sie die Schwierigkeitsgrade der einzelnen Touren beachten, dennoch reicht ein allgemein guter Gesundheitszustand und eine gewisse Grundkondition aus. Ideal wäre natürlich, man trainiert ein halbes Jahr vorher und wandert einmal die Woche über mehrere Stunden in unterschiedlichem Gelände. Nur selten wird einen der Konditionsteufel dann vorzeitig aus dem Rennen nehmen. Ebenso genügt eine normale Wanderausrüstung. Die Wege sind gut ausgebaut und tausendfach beschritten, sodass auch die Schuhe nicht allzu fest sein müssen. Jedoch - und das sollten Bergtouristen stets berücksichtigen - wird es jenseits der 4.000 Meter empfindlich kalt. Dicke Socken, lange Unterwäsche sowie Handschuhe gehören also unbedingt ins Reisegepäck. So vorbereitet und ausgerüstet, steht einer faszinierenden Gipfelaussicht nichts mehr im Wege.

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