Camping
Wie funktioniert ein Raketenofen?

Im Prinzip ist der Raketenofen ein recht einfach konstruierter Ofen. Er besteht meist aus einem L-förmig verlaufenden Rohr, in das Brennstoff (Holzkohle oder auch Holz) eingesetzt wird. Er verbrennt, durch den im Rohr entstehenden Luftstrom, äußerst effektiv. Am oberen Ende tritt die Hitze dann direkt unter der Kochfläche aus. Ein Raketenofen ist sehr leistungsstark; mit nur 200 Gramm Holzkohle lässt sich eine Mahlzeit zubereiten. So gilt der Raketenofen als optimaler Outdoor-Kocher. Weitere Informationen die Ihnen ggf. den Kauf oder den Eigenbau eines Raketenofens erleichtern, finden Sie im folgenden Artikel.

Dienstag, 12.01.2021, 08:55 Uhr aktualisiert: 12.01.2021, 09:06 Uhr
Camping: Wie funktioniert ein Raketenofen?
Foto: Photo by Bence Balla-Schottner on Unsplash

Optimaler Campingkocher mit immer verfügbarem Brennstoff

Durch seine kompakte Bauweise und der damit verbundenen großen Standfestigkeit eignet sich ein Raketenofen besonders für das Kochen im Freien z.B. beim Camping , Ausflügen oder anderen Outdooraktivitäten. Aufgrund seines Gewichts von 5-10kg eignet er sich zwar nicht zum Wandern, allerdings für Aktivitäten, wo er länger an einem Platz stehen kann. Beim Raketenofen können sich keine Gasvorräte dem Ende neigen oder der Strom ausgehen; der Raketenofen lässt sich mit ein paar gesammelten Stöcken oder anderem Holz anfeuern und kommt so auf eine sehr hohe Leistung.

Nur wenige verschiedene Hersteller von Raketenöfen

Wenn Sie sich einen Raketenofen kaufen möchten und sich vorab informieren, werden Sie merken, dass es nur wenige verschiedene Hersteller diesbezüglich gibt. Einerseits gibt es sie in der oben beschriebenen L-Form, aber auch in der rundlich geformten Variante. Meist sind Raketenöfen aus Edelstahl, wobei es auch noch ältere Modelle aus Gusseisen gibt. Durch die kompakte Form sind sie sogar zum Kochen auf dem eigenen Balkon äußerst beliebt.

DIY - Anleitung zum selbst bauen

Wenn Sie einen Raketenofen selber bauen möchten, benötigen Sie eigentlich nur recht simples Material, das in jedem Baumarkt erhältlich ist und eine Anleitung, die nun folgt:

  • Das Material: Zum Nachbauen eines Raketenofens benötigt man ein Ofenrohr – Kapselknie Nenndurchmesser 130 Millimeter inkl. Deckel und ein Lochblech - ca. 120 x 250 Millimeter. Das Kapselknie empfehlen wir gebläut, also nicht lackiert, sodass kein Lack verbrennen kann. Allerdings sollte es vor Benutzung leicht eingeölt werden, dass es nicht so schnell rostet.
  • Das Werkzeug: Darüber hinaus wird ein Winkelschleifer mit Trenn- und Fächerscheibe oder alternativ eine Eisensäge & Feile benötigt.
  • Die Schutzausrüstung: An dieser Stelle empfehlen wir eine Schutzbrille, einen Gehörschutz und eine Staubmaske.
  • Das Anzeichnen der Länge des Ofenrohrs: Das Lochblech dient als Auflagefläche für das Feuerholz, ist aber zu lang für das Ofenrohr. Darum muss es gekürzt und die Länge übertragen werden.
  • Das Übertragen des Rohrradius auf das Lochblech: Da das Lochblech perfekt in das Ofenrohr passen muss, sodass zwischen Blech und Rohr keine Glut gerät, wird zuerst der Radius übertragen und anschließend das Lochblech an dieser Kontur in zwei Teile zerschnitten.
  • Das Ausschneiden der Kontur: Nun wird das Blech mit dem Winkelschleifer und der Trennscheibe oder alternativ mit der Eisensäge zersägt.
  • Das Einpassen des Lochblechs ins Ofenrohr: Vom Sägen entstandene Ecken müssen abgeschliffen werden, um einen optimalen Sitz zu erreichen. Dies geschieht am besten mit dem Winkelschleifer und der Fächerscheibe oder alternativ mit einer Feile. Der Spalt zwischen Lochblech und Ofenrohr darf auf keinen Fall zu groß sein, da sonst Glut nach unten ins Rohr fällt.Zuletzt noch die Schnittstelle entgraten, sodass sich niemand an den scharfen Kanten schneiden kann.
  • Nun den fertigen Ofen mit trockenem Holz befüllen und dieses mit Zeitungspapier oder Grillanzünder entzünden. Wenn alles klappt, dann „Herzlichen Glückwunsch“ zu ihrem selbst gebauten Raketenofen, der ökologischen Alternative zum Gaskocher.

„Also wir hatten beim letzten Campingausflug (natürlich noch vor der Pandemie ) einen Raketenofen dabei und ich bin total begeistert. Schon allein, dass der Ofen nur mit Holz funktioniert und man darauf richtig schnell und gut kochen kann, hat mich total überzeugt. Da wir häufig kürzere Campingausflüge machen, werde ich mir so einen auf jeden Fall zulegen.“

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