Umwelt
Mit einfachen Mitteln den Arbeitsalltag nachhaltiger gestalten

Im Privatleben legen viele Personen Wert darauf, die Umwelt zu schonen. Sie streben eine nachhaltige Lebensweise an, indem sie den Müll trennen oder regionale Produkte aus biologischem Anbau konsumieren. Im Berufsleben hingegen richten die wenigsten Angestellten und Firmenchefs ihren Arbeitsalltag nach ökonomischen und ökologischen Prinzipien aus. 

Donnerstag, 29.11.2018, 14:51 Uhr aktualisiert: 29.11.2018, 14:54 Uhr
Umwelt: Mit einfachen Mitteln den Arbeitsalltag nachhaltiger gestalten
Foto: Pixabay.com © rawpixel (CC0 Creative Commons)

Ein Umdenken ist wiederum nicht so kompliziert, wie es auf den ersten Blick erscheint. Eine positivere Öko-Bilanz gepaart mit einem nachhaltigen Büroalltag kann jeder Betrieb mit folgenden Tipps realisieren.

Energie sparen im Unternehmen dank Öko-Strom

Die Experten vom Nachhaltigkeitsrat.de vertreten längst die Auffassung, die Wirtschaft sei für das Thema „Nachhaltigkeit“ in Unternehmen verantwortlich. Viele kleine Dinge – vom Produktdesign bis zum verantwortungsvollen Auswählen der Materialien – fallen in diese Kategorie. Ein erster Schritt zum nachhaltigen Gestalten der Arbeitsräume besteht im Wechseln des bisherigen Stromanbieters. BesteStromvergleich.de listet neben wertvollen Alltagstipps zum Strom sparen alle wichtigen Anbieter für Ökostrom auf. Mit einem Anbieterwechsel sind die Firmen allerdings noch nicht am Ziel angekommen. Jeder einzelne Mitarbeiter kann mit einer sorgfältigen Arbeitsweise tagtäglich zum nachhaltigen Strom sparen beitragen. Dies gelingt beispielsweise, indem Angestellte ihren Bildschirm während eines Meetings oder der Mittagspause – zu allen Zeiten, in denen sie sich nicht unmittelbar am Arbeitsplatz aufhalten – konsequent ausschalten. Dasselbe Prinzip gilt für betriebene Kaffeemaschinen, Drucker sowie andere elektronischen Geräte. Weiterhin muss das Licht nicht in jedem Raum ununterbrochen brennen. Wer diese Tipps beherzigt, spart im Jahr 136 Kilogramm CO2-Emissionen ein.

Auf umweltfreundliche Produkte und Materialien setzen

Kostenlose Benefits wie Obst, Gemüse und Wasser stehen mittlerweile bei den meisten Unternehmen auf der Tagesordnung. Doch die umweltfreundlichen Maßnahmen blieben in vielen Firmen außen vor. Dabei ist es nicht kompliziert, vonseiten der Geschäftsführung einschlägige ökologische Maßnahmen nachhaltig im Unternehmen zu etablieren. Regio-trans-kmu.de schlägt hierfür den Einsatz von recycelbaren Materialien in Verbindung mit materialeffizienteren Arbeitsweisen vor. Dies gelingt etwa, indem die Getränke in Pfandglasflaschen statt Plastikflaschen abgefüllt sind, oder aber, indem zweiseitig statt einseitig gedruckt wird. Alle im Büro verfügbaren Materialien lassen sich idealerweise bei regionalen und ortsansässigen Händlern erwerben.

Papier sparsam und klug verbrauchen

Wer glaubt, im digitalen Zeitalter gehört der massive Papierverbrauch der Vergangenheit an, irrt sich gewaltig. In vielen Büros ist der irrsinnige Papierverbrauch weiterhin gang und gäbe. Das eigentliche Dilemma an der Situation ergibt sich wiederum aus dem Umstand, dass sich diese Tätigkeiten digital schneller und effizienter erledigen ließen. Die Papierverschwendung ist weder notwendig noch vorschriftsmäßig erwünscht. Nicht jede E-Mail muss ausgedruckt, nicht jedes Blatt einseitig bedruckt sein. Für den Fall einer dringend erforderlichen postalischen Korrespondenz empfiehlt es sich, die Mitarbeiter zum Nutzen von recycelbaren Kuverts und Briefpapier zu ermuntern.

Wasserverbrauch bewusst steuern und reduzieren

Von einem hohen Wasserverbrauch kann so manche Firma ein eigenes Lied singen. Dabei gehen einige Vertreter mit gutem Beispiel voran, indem sie ihre Büropflanzen statt mit 

Leitungswasser mit Regenwasser gießen oder in den Waschräumen lediglich Kaltwasserhähne installieren. Auf diese Weise sparen Firmen jährlich bis zu 60 Euro Kosten ein. Ein weiterer Trick besteht darin, bei unplanmäßigen Stillstandzeiten Durchlaufbegrenzungsventilen einzusetzen, die den Wasserverbrauch minimieren.

Nachhaltig einkaufen

Viele Unternehmen sind auf externe Zulieferer angewiesen und können bereits beim Einkaufsprozess nachhaltige Aspekte berücksichtigen. Sie sollten bei ihren Zulieferern beispielsweise möglichst viele nachhaltige, umweltverträgliche Produkte ordern und überschüssige Produkte, die das Unternehmen nicht benötigt, direkt zurückgeben, anstatt diese umständlich zu entsorgen. Auch im kleineren Rahmen lohnt sich der umweltfreundliche Einkauf – Stichwort Fairtrade-Produkte in der Kaffeeküche.

Kommunikation ist alles – nachhaltig Wissen teilen

Nicht zuletzt liegt es an der gelebten Firmenphilosophie, inwieweit ein nachhaltiger Arbeitsalltag etabliert wird oder Wunschdenken bleibt. Einmal erlernte Gewohnheiten lassen sich nur schwer wieder ändern. Umso wichtiger ist es, die Mitarbeiter von der nachhaltigen Idee zu überzeugen und auf das Thema zu sensibilisieren. Zu diesem Zweck regen aktive Dialoge zum Erfahrungsaustausch an und ermöglichen individuelle, gemeinsam festgelegte Lösungsansätze, damit ein ressourcenschonendes Verhalten langfristig in die Firma einzieht und gedeiht.

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