Umwelt
Stadt Essen erwischt über 50 Müllsünder – Warum die korrekte Müllentsorgung so wichtig ist

Ob neben Containern, am Straßenrand oder in Waldstücken: Immer wieder stört illegal abgeladener Müll das Landschaftsbild. Warum die illegale Müllentsorgung so schädlich ist und wie Bürger ihren Hausmüll richtig entsorgen.

Montag, 18.03.2019, 09:15 Uhr aktualisiert: 18.03.2019, 09:23 Uhr
Umwelt: Stadt Essen erwischt über 50 Müllsünder – Warum die korrekte Müllentsorgung so wichtig ist
Foto: Photo by Gary Chan on Unsplash

Viele Städte, wie beispielsweise Essen und Hagen, gehen härter gegen Müllsünder vor, denn illegal abgeladener Müll wird zunehmend zu einem Problem. Erst kürzlich leitete die Stadt Essen ein Busgeldverfahren gegen über 50 Müllsünder ein.  Im Jahr 2017 hat die Stadt zudem die Busgelder drastisch erhöht. 

Auch in Hagen entstehen immer wieder illegale Mülldeponien. In einem Fünf-Jahres-Vergleich stellte die Stadt fest, dass die illegale Müllentsorgung stark anstieg: von knapp 67 Tonnen illegal abgeladenem Müll im Jahr 2012 auf mehr als 93 Tonnen im Jahr 2017.

Warum illegal entsorgter Müll so schädlich ist

Müll am Straßenrand und in abgelegenen Waldstücken sieht nicht nur unschön aus, sondern ist auch ein großes Problem für die Umwelt . Durch illegale Mülldepots gelangen Schadstoffe in die Luft und in das Grundwasser. Pflanzen und Tiere nehmen die Schadstoffe zu sich und haben unter den Auswirkungen zu leiden. Zudem gelangen die Schadstoffe so auch in unsere Nahrungskette. 

Ein weiterer Grund, warum man Müll nicht illegal entsorgen sollte, ist dass dieser Müll nicht recycelt werden kann. Grundlage fürs Recycling ist nämlich die korrekte Mülltrennung.

Vorteile der korrekten Mülltrennung und -entsorgung

Wer den Müll richtig trennt, schont nicht nur die Umwelt, sondern spart auch Kosten für die Allgemeinheit ein. Mithilfe der richtigen Mülltrennung können Recyclingmaschinen Wertstoffe aus dem Müll wiederverwerten . Mehr als 80 Prozent der Glas- und Papierabfälle lassen sich recyceln – sogar bis zu sieben Mal. Altpapier kann bis zu fünf Mal wiederverwertet werden.

Vermieter- und Mieterpflichten bei der Müllentsorgung

Für Mieter und Vermieter gelten bestimmte Regeln bei der Müllentsorgung . Jeder Mieter ist angehalten, seinen Müll korrekt zu trennen und in die hierfür bereitgestellten Tonnen zu werfen. Der Vermieter hingegen muss dafür sorgen, dass der Mieter seiner Mülltrennungspflicht nachkommen kann, indem er Mülltonnen in entsprechender Anzahl und Größe zur Verfügung stellt. Zudem muss der Vermieter für einen Abstellplatz für Mülltonnen sorgen, der keine Fluchtwege, Notausgänge oder Feuerwehrzufahrten blockiert.

Mülltrennung- so geht‘s!

Gewöhnlich stehen Mietern für die Mülltrennung vier Mülltonnen zur Verfügung: die Schwarze Tonne für nicht recycelfähigen Hausmüll, die Gelbe Tonne für Kunststoff, Aluminium, Weißblech und Verbundkartons, die Biomülltonne für Kompost und die Papiertonne für Altpapier und Kartons. Darüber hinaus stehen in den meisten Städten und Gemeinden Altglas-Container bereit sowie Wertstoffhöfe für Sondermüll wie Lacke, Farben und Elektrogeräte. Batterien entsorgen Verbraucher in Sammelbehältern größerer Supermarktketten.

 

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