Haushalt
So einfach lässt sich Wasser im Haushalt sparen

Die Deutschen verbrauchen durchschnittlich etwa 121 Liter Trinkwasser pro Tag. Gerade einmal vier Prozent dieser Wassermenge werden zum Essen und Trinken verwendet: Stolze 117 Liter verschwinden dagegen fürs Waschen, Spülen und die Körperpflege im Abfluss. Alarmierend ist nicht nur die verbrauchte Wassermenge, sondern auch der damit einhergehende Energieverbrauch: Für die Erwärmung des Trinkwassers wird im Haushalt fast zehnmal so viel Energie aufgewandt wie für die Beleuchtung. Das macht das Warmwasser zum zweitgrößten Energiefaktor im Haushalt. Glücklicherweise können bereits einige einfache Maßnahmen dazu beitragen, den Wasserverbrauch signifikant zu senken. Das schont sowohl die Ressourcen als auch das Portemonnaie.

Montag, 21.10.2019, 12:25 Uhr aktualisiert: 21.10.2019, 12:41 Uhr
Haushalt: So einfach lässt sich Wasser im Haushalt sparen
Foto: Photo by Carson Masterson on Unsplash

Spülmaschine statt Abwasch

Im Vergleich zum Spülen per Hand punktet eine moderne Spülmaschine mit einem deutlich geringeren Wasserverbrauch  – sofern sie voll und effizient beladen wurde. Aktuelle Modelle verbrauchen pro Spülgang gerade einmal neun Liter Wasser – das sind 40 Prozent weniger als noch vor zehn Jahren. Besonders sparsam ist der Eco-Modus: Dieser Spülgang braucht bei niedriger Temperatur weniger Wasser und lässt das Geschirrspülmittel dementsprechend länger einwirken. Ein leistungsstarkes und zugleich sanftes  Geschirrspülmittel ist für dieses energieeffiziente Verfahren daher besonders wichtig: Es sorgt für die besten Reinigungsergebnisse und schont gleichzeitig das Geschirr.

Kleidung richtig waschen

Ähnliches gilt für das Waschen von Textilien in der Waschmaschine: Bei normaler Verschmutzung ist das Eco-Programm ohne Vorwäsche vollkommen ausreichend; schließlich sorgen leistungsfähige Waschmittel und Hygienespüler bereits bei niedrigen Temperaturen für sehr gute Waschergebnisse. Selbst bei starken Verschmutzungen sollten die Textilien eher länger statt heißer gewaschen werden. Schnell- oder Kurzprogramme verbrauchen besonders viel Energie. Übrigens: Dass Waschmaschinen nicht vollbeladen werden dürfen, ist ein Mythos. Die Trommel von modernen Maschinen nimmt durch Vollbeladung keinen Schaden.

Duschen statt Baden

Wer Wasser sparen will, sollte lieber duschen als baden: Für ein Wannenbad werden nämlich durchschnittlich bis zu 200 Liter Wasser verbraucht. Doch auch beim Duschen verschwinden innerhalb von fünf Minuten bis zu 60 Liter Wasser im Abfluss. Es kann sich also durchaus lohnen, die Duschzeit um einige Minuten zu verkürzen – beispielsweise durch das Abdrehen des Wassers beim Shampoonieren. Wer sich zeitlich nicht einschränken möchte, kann in einen sparsamen Duschkopf, einen Strahlregler oder eine Mischdüse investieren: Diese Geräte erreichen durch die Beimengung von Luft eine Reduktion der Wassermenge um etwa 50 Prozent, ohne dabei das Duschvergnügen spürbar zu schmälern. Sofern die Freude am Sparen nun nicht die Duschzeit verlängert, amortisiert sich die Investition in einen sparsamen Duschkopf bereits nach einigen Monaten.

Regenwasser sammeln

Für die Bewässerung von Pflanzen  eignet sich Regenwasser deutlich besser als Trinkwasser: Es ist weicher, saurer und frei von keimtötenden Substanzen. Mit einer einfachen Regentonne kann der Niederschlag gesammelt werden. Am effizientesten ist das Gießen übrigens morgens und abends, wenn die Pflanzen das Wasser optimal aufnehmen können. Vor allem an heißen Sommertagen sollten Garten- und Zimmerpflanzen nur zu diesen Zeiten bewässert werden. Idealerweise muss für das Blumengießen gar kein Trinkwasser mehr verwendet werden.

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