Umwelt
Gedrehte Wurzeln einschneiden

Berlin (dpa/tmn) – Häufig tritt das Phänomen bei Pflanzen auf, die zu lange in der Gärtnerei standen: Die Wurzel wächst in Ringeln am Topf entlang. Nur wer diese abschneidet, kann sicher sein, dass das Gehölz auch richtig anwächst.

Freitag, 10.05.2013, 16:18 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 10.05.2013, 15:27 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Freitag, 10.05.2013, 16:18 Uhr

Wachsen die Wurzeln in dichten Ringeln an der Topfwand entlang, muss der Hobbygärtner den Ballen aufschneiden. Denn: «Wenn die Pflanze so in die Erde gesetzt wird, dann kann sie nur schlecht anwachsen», erläutert Olaf Beier vom Bundesverband der Einzelhandelsgärtner in Berlin . Zwar verliere die Pflanze so erst mal Wurzeln, was das Anwachsen verzögere, aber die Maßnahme stoppe den Drehwuchs. Außerdem rege der Schnitt mit einem Tapeziermesser oder einer scharfen Schere die Pflanze an, neue Wurzeln zu bilden. Werden die Wurzeln nicht nur eingeschnitten, sondern teilweise auch reduziert, muss außerdem der Kronenbereich etwas gestutzt werden.

Kommt ein  Gehölz mit Drehwuchs aus dem Topf einfach so in die Erde, könne es sein, dass seine Wurzeln weiterhin so gekringelt wachsen. Diese verankern die Pflanze schlechter im Boden, und zudem wird sie schlechter mit Nährstoffen versorgt. Die Pflanze wächst schwächer und ist anfälliger gegen Krankheiten.

Daher sollten Hobbygärtner so eine Pflanze beim Kauf am besten verschmähen. Diese Form der Wurzeln weist auch darauf hin, dass das Gewächs zu lange in einem zu kleinen Container leben musste. Die Wurzeln haben sich daher einen Weg nach draußen gesucht.

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