Haushalt
Defekte Waschmaschine: Neu kaufen oder reparieren?

Gerade in Zeiten von Corona ist es wichtiger denn je, auf Hygiene zu achten. Dazu gehört auch eine Waschmaschine, die die Wäsche hygienisch sauber reinigt. Wenn das Haushaltsgerät defekt ist, stellt sich häufig die Frage, das Gerät zu reparieren oder zu ersetzen. Lesen Sie hier, wann sich welche Variante wirklich lohnt.

Dienstag, 05.05.2020, 11:47 Uhr aktualisiert: 05.05.2020, 12:00 Uhr
Haushalt: Defekte Waschmaschine: Neu kaufen oder reparieren?
Foto: Photo by Tina Bosse on Unsplash

Gerade, wenn es ganz besonders ungünstig ist, versagt das eine oder andere Elektrogerät. Vor allem die Waschmaschine läuft im Moment auf Hochtouren, um   hygienisch saubere Wäsche zu haben. In Zeiten von Corona erweist es sich aber als äußerst schwierig, einfach in einen Laden zu gehen, sich beraten zu lassen und eine neue Maschine zu kaufen.

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Foto: Photo by Dan Gold on Unsplash

Natürlich kann und sollte man stets auf zuverlässige und aktuelle Waschmaschinen-Tests und Vergleiche  im Internet zurückgreifen und sich dort zunächst informieren. Doch für einige stellt sich die Frage nach einem Neukauf gar nicht. Um Umwelt und Geldbeutel zu schonen, entscheiden sich viele auch für die Variante der Reparatur. Man möchte seinen Teil zum Umweltschutz beitragen  und geht so mit gutem Beispiel voran. Doch wann lohnt es sich wirklich, die Waschmaschine reparieren zu lassen und wann nicht?

Auf den Standpunkt kommt es an

Die Frage, ob eine defekte Waschmaschine lieber repariert oder ersetzt werden sollte, gibt es meist keine pauschale Antwort. Wichtig ist es, sich darüber Gedanken zu machen, was einem persönlich wichtig ist:

  • Möchte ich Geld sparen?
  • Ist mir Nachhaltigkeit am wichtigsten?
  • Oder möchte ich mir Zeit ersparen?

Natürlich kommt es auch noch darauf an, um welchen Gerätehersteller es sich handelt, wie alt die Waschmaschine ist und was genau am Gerät nicht funktioniert.

Neu oder alt?

Grundsätzlich kann man sagen, dass alte Modelle, die schon mehr als 10 bis 15 Jahre auf dem Buckel haben, häufig weniger fehleranfällige Elektronik aufweisen und damit robuster und einfacher zu reparieren sind. Auch, wenn neue Modelle Strom und Wasser sparender arbeiten, gewinnt eine Reparatur aus ökologischer Sicht dennoch gegen einen Neukauf. Als Faustregel aus wirtschaftlicher Sicht sagt man: In den ersten fünf Jahren kann man für eine Reparatur noch bis zur Hälfte des Kaufpreises ausgeben. Bei Maschinen, die älter als 10 Jahre sind, sollten die Reparaturkosten höchstens noch ein Fünftel des Kaufpreises betragen.

Neue Verordnung für Hobby-Handwerker

Insgesamt kann man also sagen, dass sich eine Reparatur mehr aus ökologischer als aus finanzieller Sicht lohnt. Wer jedoch handwerkliches Geschick an den Tag legt und seine Waschmaschine selbst reparieren möchte, kann mit einer neuen Verordnung sowohl Umwelt als auch Geldbeutel schonen. Die Europäische Union erlies Ende 2019 neue EU-Vorschriften für mehr Energieeffizienz von Haushaltsgeräten . Diese besagen, dass ab März 2021 nur noch Geräte auf den Markt gebracht werden dürfen, wenn sie Ersatzteile und Reparaturanleitungen vorhalten. Ersatzteile müssen ab dann mit „allgemein verfügbaren Werkzeugen und ohne dauerhafte Beschädigung am Gerät ausgewechselt werden können". Das bedeutet, dass sich für Hobby-Handwerker in naher Zukunft eventuell die Frage nach einer Reparatur oder einem Neukauf generell erübrigt.

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