Energie
Umweltschutz im Alltag: was Bürger wirklich tun können

Das Thema Umweltschutz bleibt trotz Corona in den Köpfen vieler Deutscher. Dabei hat sich die Wirtschafts- und Lebensweise in den vergangenen Monaten ohnehin geändert. Homeoffice statt mit dem Auto auf Arbeit fahren, seltener einkaufen oder auch der Verzicht auf so manchen Wohlstand – viele Bürger werden durch diese Umstände nachhaltig zum Denken angeregt. Doch wie kann der Umweltschutz im Alltag wirklich aussehen und problemlos umgesetzt werden?

Montag, 13.07.2020, 10:41 Uhr aktualisiert: 13.07.2020, 10:54 Uhr
Energie: Umweltschutz im Alltag: was Bürger wirklich tun können
Foto: Photo by Noah Buscher on Unsplash

Energie sparen und nachhaltiges Handeln 

Der Klimaschutz beginnt gerade für Unternehmen mit der CO2 Bilanz. Doch auch privat senken einfache Verhaltensweisen den Stromverbrauch im Haushalt und vermeiden dabei CO2. Beim Kauf von neuen Elektrogeräten sollte ein genauer Blick auf die Energieklasse geworfen werden. A++ oder A+++ stehen hier hoch im Kurs. Außerdem sollten viele Geräte, wie Fernseher oder PC öfter komplett abgeschaltet werden. Der Stand-by-Modus ist bequem, trägt aber nichts zum Umweltschutz bei. Für noch mehr Stromersparnis oder für eine längere Lebensdauer elektrischer Geräte lässt sich die Bildschirmhelligkeit reduzieren. Weitere Stromspar-Tipps sind: 

  • Topf nur mit Deckel verwenden
  • Wasserkocher nutzen statt der Herdplatte
  • Kühlschrank nicht zu kalt einstellen
  • Sparprogramme beim Waschen nutzen
  • Wäschetrockner vermeiden
  • Spülmaschine nur voll anschalten
  • kurzes Stoßlüften im Winter

Andere Formen der Energiewende setzen neue Stromanbieter in Deutschland um. Einer davon ist Veganstrom.com aus Berlin. Hier steht das Tierwohl im Vordergrund mit Blick auf den veganen Ansatz. Auf ihrer Webseite erklären sie genauer, wie aktiver Umweltschutz durch veganen Strom funktionieren kann. Sowohl Privatpersonen, Gewerbetreibende oder Konzerne setzen sich mit einem einfachen Anbieterwechsel für eine bessere Welt ein.

Plastik vermeiden – viele Einwegprodukte sind überflüssig

Der Einsatz von Kunststoffen und Plastik hat eine enorme Auswirkung auf die Umwelt. Verpackungen dieser Art sind in Massen im Supermarkt zu finden. Dabei ist auch hier eine Wende nur wenige Schritte entfernt. Teller, Besteck oder Trinkhalme aus Plastik sollten generell verbannt werden. Mehrweggeschirr ist nicht nur schonender für die Umwelt, sondern wirkt stilvoller auf der nächsten Party.

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Foto: Photo by Ben White on Unsplash

Statt Supermarkt und Discounter gibt es Unverpackt-Läden. Diese gestatten das Abfüllen von Nahrungsmitteln in selbst mitgebrachte Behälter. Die gleiche Shopidee gibt es im Internet, wobei die Produkte in benutzen Kartons verschickt werden. Doch auch im Supermarkt kann Obst und Gemüse lose gekauft werden. Eine Plastikfolie oder Verpackung ist hier nicht notwendig. Der Vorteil: die Auslese ist deutlich besser. Kunden entscheiden selbst über die Qualität, statt sich auf bereits abgepackte Stückzahlen zu verlassen.

Mehrweg statt Einweg gilt nicht nur für die Getränke. Auch Tragetaschen können mehrfach verwendet werden. Frischetheken bieten es mittlerweile an, Wurst und Fleisch in mitgebrachten Dosen abzurechnen.

Einsparen von Papier – ein Beitrag für die Wälder

Ein ebenso wichtiger Punkt für den Umweltschutz ist das Reduzieren des Papierverbrauchs. Das trifft sowohl den privaten Bereich, als auch den Beruf. Druckerpapier kann beispielsweise auf beiden Seiten genutzt werden, Werbekataloge lassen sich teilweise abbestellen und viele Produkte sind auf Recyclingpapier umzurüsten. Optisch sind diese kaum noch von den frischen Papieren zu unterscheiden. Deshalb sollte genauer nach Labels geschaut werden, wie beispielsweise der Blaue Engel. Er gibt eine Orientierungshilfe, ob es sich wirklich um 100 % Recyclingpapier handelt. 

Besonders bei den kurzlebigen Produkten steht Recycling hoch im Kurs und sollte immer den Vorrang bekommen. Das betrifft zum Beispiel Taschentücher oder Toilettenpapier. Auch hier haben die Hersteller reagiert und bieten den Verbrauchern einen gewissen Komfort, der kaum noch von anderen Produkten zu unterscheiden ist. 

Hinweis: Muss es trotzdem Papier aus frischer Faser sein, so sind auch hier die Gütesiegel wichtig, wie beispielsweise das FSC-Garantiesiegel.

Regionaler Einkaufen – Umgebung unterstützen

Regionaler Einkauf bedeutet in diesem Zusammenhang nicht, den Supermarkt um die Ecke aufzusuchen. Vielmehr sollte auf Produkte aus der Region geachtet werden. Diese haben keine langen Transportwege hinter sich, sind deutlich frischer und besser für den Umweltschutz und das Klima. Anfahrtswege, beispielsweise mit dem Flugzeug, erzeugen einen hohen CO2 Verbrauch. Doch Äpfel, Birnen oder Gemüse gibt es auch aus der Region zu kaufen. Sie werden frisch geerntet, lagern nicht lange und sind geschmacklich deutlich hochwertiger. Zudem kann die regionale Landwirtschaft durch solche Einkäufe besser unterstützt werden. Weitere Tipps sind: 

  • Einkaufen mit Einkaufszettel
  • Kochen nach genauem Plan
  • nur das kaufen, was verbraucht wird
  • keine Speisen in den Müll
  • Leitungswasser als Getränk

Ein besonderes Augenmerk liegt auf dem Saisonkalender für Obst und Gemüse. Er zeigt an, welche Sorten gerade Saison haben, frisch sind und umweltfreundlich eingekauft werden können.

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