Wohnen
Mietimmobilien: Wie Vermieter sie attraktiver machen

Auf kaum etwas achten Mieter bei der Wahl geeigneter Mietobjekte mehr als auf die Lage. Zum Ärger vieler Vermieter, denn am Standort können sie nichts mehr ändern. Die Attraktivität der Häuser und Wohnungen für potenzielle Mieter lässt sich trotzdem erhöhen. Drei Punkte spielen dabei eine tragende Rolle: die Energieeffizienz, der technische Standard und die Barrierefreiheit

Montag, 07.12.2020, 12:49 Uhr aktualisiert: 07.12.2020, 13:06 Uhr
Wohnen: Mietimmobilien: Wie Vermieter sie attraktiver machen
Foto: Photo by Kara Eads on Unsplash

Mehr Mehrwert für Mieter

Über 42 Millionen Mietwohnungen  gibt es in der Bundesrepublik. Schon seit Jahren gilt die Investition in Immobilien als eine der aussichtsreichsten Anlagemöglichkeiten. Sogar in der Coronakrise hat sich der Immobilienmarkt als stabil erwiesen. Für Vermieter bleibt die Nachfrage relativ konstant. Wer langfristig hohe Mieteinnahmen erzielen möchte, muss sich um die Instandhaltung seiner Immobilien kümmern. Idealerweise bieten Mietobjekte potenziellen Interessenten im Vergleich zu Konkurrenz-Objekten zudem deutlichen Mehrwert. Vermieter können die Attraktivität ihrer Wohnungen und Häuser durch verschiedene Maßnahmen steigern. Vergleichsweise hohe Mieten lassen sich beispielsweise oft mit Immobilien erzielen, die folgende Eigenschaften erfüllen: 

Barrierefreiheit: Nicht erst ab dem höheren Alter achten Mieter auf barrierefrei konzipierte Räume. Die Räumlichkeiten von Mietobjekten sind idealerweise so gestaltet, dass sie den Bedürfnissen unterschiedlicher Generationen gerecht werden.

Energieeffizienz: Netzstrom wird immer teurer. Auf der ganzen Welt gilt Deutschland sogar als Spitzenreiter, was die Stromkosten betrifft. Umso wichtiger ist deutschen Mietern die Energieeffizienz ihrer Wohnungen und Häuser. Für die Betriebskosten müssen sie nämlich weniger zahlen, wenn sie effiziente Mietobjekte wählen.

Technisch hoher Standard: Das Konzept des Smart Homes ist keine Zukunftsmusik mehr. Dank steigenden Technik-Standards leben immer mehr Deutsche in "klugen" Wohnungen. Vor allem im Hinblick auf das Thema Sicherheit sind Smart-Home-Technologien zu einem gern genommenen Standard geworden. 

1. Barrierefreiheit

Die Lage, Art und Aufteilung von Mietobjekten bestimmt, für welche Altersklasse sie interessant sind. Die Zielgruppe kleiner Wohnungen über einer lauten Bar ist beispielsweise eine relativ junge. Menschen höheren Alters ziehen in solche Objekte eher nicht ein. Trotzdem sollten sich Vermieter niemals vorschnell gegen barrierefreie Wohnkonzepte entscheiden. Barrierefreiheit bezieht sich im Wohnraum nicht ausschließlich auf seniorengerechte Wohnungseigenschaften . Vielmehr steht das Konzept mittlerweile für höheren Wohnkomfort in jedem Alter. Wer sich aus dem großen Angebot von unterschiedlichen Duschen  beispielsweise für bodengleiche Modelle entscheidet, tut damit nicht nur der älteren Mietergeneration einen Gefallen. Auch für Paare und Familien kann Barrierefreiheit im Badezimmer eine Erleichterung sein. Dasselbe gilt für den Verzicht auf Schwellen und Bodenbeläge mit Stolpergefahr. Oftmals geht Barrierefreiheit auch mit mehr Bewegungsfreiheit im Wohnraum einher. Eine Eigenschaft, von der Mieter jeden Alters profitieren.

 2. Energieeffizienz

Kürzlich sanierte Mietobjekte rechtfertigen höhere Mieten. Das gilt vor allem wegen der Energieeffizienz, die sich durch die Dämmung erzielen lassen. Strom und Heizenergie werden immer teurer. Je weniger die Mieter von Versorgern beziehen müssen, desto mehr Nebenkosten sparen sie. Das macht energieeffiziente Mietobjekte besonders attraktiv. Nicht nur mit einer Sanierung lässt sich die Energieeffizienz von Wohnungen und Häusern erhöhen. Vermieter sollten außerdem alte Ölheizungen ausmustern . Zusätzlich kann sich auf lange Sicht die Investition in eine Solaranlage lohnen. Möglich sind entsprechende Schritte auch, wenn gerade wenig Geld zur Verfügung steht. Der Staat <a href="">fördert Maßnahmen für mehr Energieeffizienz  mit Zuschüssen und Krediten.

 3. Hoher Technik-Standard

Ob es um Sicherheit, Komfort oder Energieeffizienz geht: Im Smart Home  läuft alles auf Knopfdruck. In der Regel basieren die klugen Technik-Systeme auf einem mit dem Internet verbundenen Access Point. Diese zentrale Steuereinheit sammelt Daten und macht sie per App aufrufbar. Hoher technischer Standard dieser Art vereinfacht Mietern bedeutend den Alltag. Vom Büro aus können sie die Heizung aufdrehen. Vom Bett aus Kaffee kochen oder den Ofen vorheizen. Bewiesen hat sich das Konzept außerdem im Hinblick auf den Einbruchsschutz. Ob es nun um Smart Locks geht oder um Sicherheitskameras, die per Sprachsteuerung funktionieren: Mieter können dank der Technik von überall aus Echtzeit-Bilder des überwachten Bereichs abrufen. Mit Bewegungssensoren ausgestattete Modelle erkennen sogar Personen und melden ungewöhnliche Vorkommnisse.

Fazit: Es muss nicht immer teuer sein

Unabhängig vom momentan zur Verfügung stehenden Budget können Vermieter die Attraktivität ihrer Objekte steigern. Schon reine Gestaltungsmaßnahmen wie neu gestrichene Wände helfen, Immobilien attraktiver zu machen. Noch deutlich wirkungsvoller sind Bemühungen um Barrierefreiheit, mehr Energieeffizienz und bessere Technik-Standards. Letzteres lässt sich bereits mit relativ kleinem Budget erreichen. Um Barrierefreiheit und energetische Effizienz zu schaffen, fallen höhere Summen an. Auf lange Sicht rechnen sich die Investitionen trotzdem. Schließlich lassen sich im Anschluss daran vergleichsweise hohe Mieteinnahmen erzielen.

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