Belgisches Königshaus
Prinz Laurent soll weniger Geld bekommen

Die Bezüge des belgischen Prinzen Laurent sollen gekürzt werden. Grund ist ein Empfang in der chinesischen Botschaft.

Donnerstag, 22.03.2018, 08:08 Uhr

Die belgische Regierung möchte Prinz Laurent die Apanage kürzen.
Die belgische Regierung möchte Prinz Laurent die Apanage kürzen. Foto: Julien Warnand

Brüssel (dpa) - Dem belgischen Prinzen Laurent droht nach mehrfachem Fehlverhalten eine saftige Kürzung seiner Bezüge.

Eine eigens ins Leben gerufene Parlamentskommission stimmte am Mittwoch einem Vorschlag der Regierung zu, ihm dieses Jahr 15 Prozent weniger zu überweisen, wie die belgische Nachrichtenagentur Belga berichtete. Dies könnte einem Betrag von rund 47 000 Euro entsprechen.

Der Bruder von König Philippe war in der Vergangenheit mehrfach negativ aufgefallen. Ende Juli nahm er an einer Feier zum 90-jährigen Bestehen der chinesischen Armee in der Botschaft des Landes teil. Ein Foto, das ihn und andere Teilnehmer beim Anschneiden eines Kuchens zeigte, verbreitete er selbst über seinen Twitter-Account. Laurent darf ausländische Würdenträger allerdings nur mit Erlaubnis der Regierung treffen - doch darum hatte er nicht gebeten.

Laurents Anwalt verteidigte seinen Mandanten, der in den belgischen Medien als «Rebellen-Prinz» bezeichnet wird, am Mittwoch in einem fast dreistündigen Plädoyer vor der Parlamentskommission - erfolglos. «Die Kommission hat sich auf die Hauptfrage konzentriert: Hatte der Prinz die Erlaubnis des Außenministers, als er zum Empfang der chinesischen Botschaft ging. Die Antwort ist: Nein», sagte der belgische Politiker David Clarinval laut Belga.

Die endgültige Entscheidung über die Kürzung der Bezüge liegt nun beim Plenum der Abgeordnetenkammer.

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