Deutsche Schauspielerin
Jasmin Tabatabai: #MeToo-Debatte in Filmbranche erfolgreich

Die #MeToo-Debatte dauert noch an. Für Jasmin Tabatabai hat sie in der Filmbranche aber schon einiges bewirkt. Dabei verweist die Schauspielerin auf eine Vereinbarung von 17 verschiedenen Institutionen.

Samstag, 15.09.2018, 12:26 Uhr
Veröffentlicht: Samstag, 15.09.2018, 12:22 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Samstag, 15.09.2018, 12:26 Uhr
Für Jasmin Tabatabai hat die #MeToo-Debatte in der deutschen Filmbranche Fortschritte bewirkt.
Für Jasmin Tabatabai hat die #MeToo-Debatte in der deutschen Filmbranche Fortschritte bewirkt. Foto: Axel Heimken

Berlin (dpa) - Für Schauspielerin Jasmin Tabatabai (51) hat die #MeToo-Debatte um sexuelle Belästigung viel in der deutschen Filmbranche bewirkt. Das sagte sie bei der Verleihung des Deutschen Schauspielpreises in Berlin.

«Sehr bezeichnend ist, dass die Branche über Monate hinweg über eine nachhaltige Lösung des Problems nachgedacht hat», so Tabatabai. Immerhin 17 verschiedene Institutionen und Berufsverbände hätten schließlich eine Vereinbarung unterschrieben, die zur Gründung der ersten betriebsübergreifenden Vertrauensstelle gegen sexuelle Belästigung und Gewalt geführt habe. «Das gibt es so noch nirgendwo auf der Welt.» Dies sei eben der «German Way».

Die Debatte sei in Deutschland völlig anders verlaufen als in den USA. «Wir Deutschen haben eben weniger Bock auf Skandal, die Mentalitäten sind anders, man kennt sich, will nicht auf Teufel komm raus Leute ranhängen», sagte die Schauspielerin.

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