Lotto 6 aus 49
Sechserflut im Lotto: "Nur" 109.000 Euro für Tipper

Sechs Richtige im Lotto - es gibt wohl viele, die davon träumen. Doch manchmal ist das Glück nicht nur auf der Seite eines einzelnen Tippspielers.

Montag, 18.02.2019, 15:27 Uhr aktualisiert: 18.02.2019, 17:19 Uhr
Die Gewinnchance in der Klasse 1 beträgt rund 1:140 Millionen.
Die Gewinnchance in der Klasse 1 beträgt rund 1:140 Millionen. Foto: Hendrik Schmidt

Koblenz (dpa) - Weil die Gewinnerzahlen von «6 aus 49» diesmal alle auch im Kalender vorkommen, haben viele Tipper erfolgreich angekreuzt. Der Grund: Viele Tipper setzen auf Geburtstage. Die Folge war allerdings eine ziemlich miese Quote.

Gleich 14 Tipper freuten sich am Samstag über einen Sechser im Lotto, dürften aber bei einem Einzelgewinn von "nur" 109.123 Euro ziemlich ernüchtert sein. Nur ein Riesen-Glückspilz aus dem sächsischen Dresden wählte auch noch die Superzahl richtig und knackte so den Jackpot mit 7,1 Millionen Euro, wie die bundesweit federführende Lottogesellschaft Rheinland-Pfalz in Koblenz am Montag mitteilte.

Der Grund für die Sechserflut

Lottosprecher Clemens Buch erklärte die sehr seltene Sechserflut mit den niedrigen Gewinnerzahlen 6, 9, 10, 11, 18 und 22 - alle waren also kleiner als 31: "Da viele Lottospieler mindestens ein Kästchen mit Geburtsdaten ihrer Angehörigen spielen, ist die Trefferquote diesmal besonders hoch."

Auch waren die ersten vier Zahlen kleiner als 12 - sie werden laut Buch daher häufig als Geburtstagsmonate von Familienmitgliedern getippt. Als dritten Grund für die vielen Sechser nannte der Lottosprecher den sogenannten Drilling 9, 10, 11 unter den Gewinnerzahlen: "Sehr beliebt sind auch Zahlen, die direkt aufeinanderfolgen."

1547 Mal fünf Richtige

Das alles führte auch in den mittleren und unteren Gewinnrängen zu mehr Treffern. "Gibt es zum Beispiel in einer durchschnittlichen Ziehung rund 500 Mal den Fünfer, wurde er am vergangenen Samstag gleich 1547 Mal getroffen", erläuterte Buch. Somit erzielte diesmal jeder Fünfer nur 3569 Euro.

Buch riet davon ab, auf dem Schein "Muster" wie beispielsweise aufeinanderfolgende Zahlen anzukreuzen und so wahrscheinlich die möglichen einzelnen Gewinne zu verringern: "Lieber hässlich tippen. Mit schönen Mustern kann man keinen Blumentopf gewinnen."

2003 waren es 117 Sechser

Laut dem Sprecher hatte es 2007 ebenfalls 14 Sechser gegeben mit jeweils rund 184.000 Euro Einzelgewinn. "Lustig ist, dass fünf damalige Gewinnerzahlen die gleichen waren wie jetzt am Samstag." 2003 waren nach Buchs Worten sogar 117 Sechser getippt worden mit jeweils nur 26.620 Euro Einzelgewinn: "Da waren die Zahlen auf dem Schein wie eine Diagonale angeordnet."

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