Nach mehr als 40 Jahren
Ende einer langen Ehe: Die Gottschalks trennen sich

Thomas und Thea Gottschalk lernten sich 1972 beim Fasching in München kennen. Es wurde eine Ehe, die lange hielt. Jetzt kommt eine Nachricht, die viele nicht erwartet haben.

Dienstag, 19.03.2019, 09:18 Uhr aktualisiert: 19.03.2019, 09:24 Uhr
Thomas Gottschalk und seine Frau Thea gehen getrennte Wege.
Thomas Gottschalk und seine Frau Thea gehen getrennte Wege. Foto: Matthias Balk

Berlin (dpa) - Es gibt prominente Paare, bei denen eine Trennung überraschend kommt. Thomas und Thea Gottschalk sind so ein Fall. Sie sind seit mehr als 40 Jahren verheiratet. Die beiden haben zwei erwachsene Söhne, Roman und Tristan, seit 2010 sind sie Großeltern. Der Skandalfaktor dieser Promi-Ehe: gleich null.

Dann am Montag die Nachricht: Die Gottschalks sind seit «geraumer Zeit» getrennt. Das bestätigt der Anwalt Christian Schertz, nachdem die «Bild»-Zeitung darüber berichtet hat.

Den Jüngeren muss man es vielleicht erklären: Thomas Gottschalk (68) ist in Deutschland eine Fernsehlegende. Er war über viele Jahre der wichtigste Moderator und versammelte die Nation zu «Wetten, dass..?» vor dem Fernseher. Er machte in der Show seine Witze, sie wirkte wie der ruhende Pol hinter den Kulissen. Bei den gewagten Outfits ihres Mannes konnte die ein paar Jahre ältere Thea gut mithalten.

Noch im vergangenen Sommer waren die Gottschalks wie so oft bei den Wagner-Festspielen in Bayreuth. Und auch im November, als die verheerenden Brände in Kalifornien ihr Haus in Malibu zerstörte, sprach er von ihr: Sie habe die Katzen gerettet. Im Dezember 2017, da war Gottschalk noch bei Twitter aktiv, erzählte er unter dem Motto «Letztes Jahr war mehr Lametta» von Weihnachten in Malibu. Wie er mit Thea über den Baumschmuck diskutiert: Das klang lustig, ein bisschen wie bei Loriot.

Angefangen hat alles vor 47 Jahren, wie Gottschalk im Fernsehen bei Markus Lanz erzählte. Es war Fasching in München, Medizinerball: «...und da stand Thea». Sie habe sich, «weil sie wesentlich besser aussah als das, was mir so zustand», hinter Gottschalk vor einem hartnäckigen Verehrer versteckt. «Und da habe ich gesagt: Wenn du dich schon hinter mir versteckst, kannst du auch mit mir tanzen.»

Beim Tanzen habe er angegeben damit, dass er Moderator beim Bayerischen Rundfunk sei - und Karten für Deep Purple am folgenden Tag hatte. Das wurde ihr erstes Date. «72, Olympiahalle.» «Wir haben seitdem uns nicht länger als ein paar Tage aus den Augen gelassen», sagte Gottschalk bei dem Gespräch im Jahr 2012. Auf die Frage nach dem Geheimnis ihrer langen Ehe antwortete er: «der Spaß».

In einem «Gala»-Interview zur Silberhochzeit 2001, das Gottschalk mit seiner Frau führte, betonte diese, nicht gerne in der Öffentlichkeit zu stehen. «Ich bin immer weniger bereit, unser Privatleben an die große Glocke zu hängen.» Die Anonymität, die sie in ihrer kalifornischen Heimat genieße, helfe ihr dabei, so Thea Gottschalk damals.

Dass die Villa in Malibu vor wenigen Monaten durch ein Feuer zerstört wurde, war ein harter Brocken. Gottschalk verlor wertvolle Schätze, darunter «Der Panther» in der Handschrift von Rainer Maria Rilke. «Das ist ebenso in Flammen aufgegangen wie das Treppenhaus, durch das meine Kinder immer getobt sind.»

Bei der Bambi-Verleihung in Berlin war Gottschalk dann ganz der Show-Profi, nach außen hin gelassen, mit Galgenhumor: «Es gibt Dates, die sagt man nicht ab - auch wenn die Hütte brennt». Das war sein Spruch zum Auftritt mit der Diva Sophia Loren.

Seit seinem Abschied von «Wetten, dass..?» 2011 hat das Fernsehen Gottschalk nicht losgelassen. Er scheiterte mit der täglichen Talkshow «Gottschalk live», saß mit Dieter Bohlen bei RTL in der «Supertalent»-Jury, drehte Shows mit Günther Jauch und kassierte vernichtende Kritiken mit der Sat.1-Sendung «Little Big Stars». An diesem Dienstag (19. März/22 Uhr) meldet sich Gottschalk mit einer vorab aufgezeichneten Büchersendung «Gottschalk liest?» im Bayerischen Fernsehen zurück.

Dass nach der Trennung schmutzige Wäsche gewaschen wird, ist nicht zu erwarten, auch ein «Jetzt rede ich»-Interview von Thea wäre eine Überraschung. Die Gottschalks sind keine C-Promis.

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