Notstand im US-Bundesstaat
Mehr als 20 Tote nach Tornado in Tennessee

Ein Tornado trifft die US-Großstadt Nashville und ihre Umgebung schwer. Es gibt Tote, Verletzte und massive Schäden. Die Retter können das ganze Ausmaß noch nicht einschätzen.

Dienstag, 03.03.2020, 19:14 Uhr aktualisiert: 03.03.2020, 19:16 Uhr
Eine Frau steht in Nashville vor einer zerstörten Fassade; auf der Straße liegt ein zerstörter Strommast.
Eine Frau steht in Nashville vor einer zerstörten Fassade; auf der Straße liegt ein zerstörter Strommast. Foto: Mark Humphrey

Nashville (dpa) - Im US-Bundesstaat Tennessee sind infolge eines Tornados mindestens 22 Menschen ums Leben gekommen und schwere Sachschäden entstanden.

Die genaue Zahl der Verletzten sei noch unklar, erklärte der örtliche Katastrophenschutz am Dienstagmittag (Ortszeit). Rund 70.000 Menschen in der Stadt Nashville und angrenzenden Gebieten hatten demnach keinen Strom mehr.

Die ganze Nation trauere nach dem «sehr schrecklichen» und «teuflischen» Tornado mit den Betroffenen, sagte US-Präsident Donald Trump. Er werde das Katastrophengebiet in dem südöstlichen Bundesstaat am Freitag besuchen, erklärte Trump in Washington. Die Regierung werde auch beim Wiederaufbau helfen, versprach er. Die Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, erklärte, sie danke den Einsatzkräften und bete für jene, die noch vermisst würden.

Gouverneur Bill Lee sagte, dies sei ein «sehr tragischer und schwieriger Tag» für Tennessee. Er sprach von unglaublichen Schäden. Rettungskräfte seien in den betroffenen Gebieten in der Stadt Nashville und Umgebung in vollem Einsatz, erklärte er. Der Notstand wurde ausgerufen und vier Notunterkünfte eröffnet.

Der örtliche Fernsehsender WKRN sprach von Dutzenden Verletzten. Trump sprach von «vielen» Verletzten. Viele Häuser und Gebäude waren schwer beschädigt und viele Bäume umgeknickt. Auch Straßen und Brücken seien beschädigt worden, erklärte der Katastrophenschutz. Die Behörde ermahnte Anwohner, beschädigte Gebäude nicht zu betreten.

Ein Polizeisprecher des Bezirks Putnam sagte im Gespräch mit WKRN, Beamte gingen in den am schwersten betroffenen Gebieten von Haus zu Haus, um Anwohnern in Not zu helfen. Mehrere Menschen galten noch als vermisst. Der Sturm war in der Nacht über die Gebiete hinweggezogen.

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