Mode-Accessoire
Die Maske als Designobjekt

Gesichtsmasken bestimmen momentan unseren Alltag. Ein ganz neues Betätigungsfeld für Modemacher, die stark unter der Krise leiden.

Mittwoch, 06.05.2020, 11:30 Uhr aktualisiert: 06.05.2020, 11:32 Uhr
Designer Kilian Kerner trägt eine Mund- und Nasenmaske seines Labels KXXK.
Designer Kilian Kerner trägt eine Mund- und Nasenmaske seines Labels KXXK. Foto: Jens Kalaene

Berlin (dpa) - Man bekommt sie in Onlineshops, Apotheken und Nähstuben. Aber auch Designer haben mittlerweile Masken für Mund und Nase entworfen. Anfangs sei es gar nicht so leicht gewesen, an Stoffe und Materialien zu kommen, sagte Kilian Kerner (41) der Deutschen Presse-Agentur.

Der Berliner Modeschöpfer will damit einen guten Zweck unterstützen. Fünf Euro pro Maske gehen an die Berliner Tafel, die wegen der Corona-Pandemie mehrere Ausgabestellen schließen musste und stattdessen einen Lieferservice organisiert hat. Auch das Label Maisonnoée und andere haben eigene Masken entworfen.

Kerner hofft, dass es im Spätsommer noch eine Modewoche geben wird, wenn vielleicht auch in anderer Form. «Das ist ein Teil unserer Arbeit», sagte er. Die Berliner Fashion Week sei zweimal im Jahr eine «große Marketingmaschine». Eigentlich sollte sie Ende Juni beginnen, bisher haben die Veranstalter noch keine Angaben gemacht, ob und in welcher Form diesen Sommer etwas geplant ist.

Für ihn habe das Jahr sehr gut angefangen, wegen der Pandemie sei vieles aber abgesagt worden, sagte Kerner. «Ich habe versucht, nicht in Panik zu verfallen.» Das sei ihm die meiste Zeit auch geglückt. «Ich versuche einfach, positiv zu bleiben.»

Er wünsche sich, dass nicht zu viele Unternehmen Insolvenz anmelden müssten und die Branche näher zusammenrücke. «Der Mensch braucht Kleidung», sagte Kerner. Er hatte sich schon vor Beginn der Einschränkungen daheim eingeschlossen, um an seiner neuen Kollektion zu arbeiten. «Es geht jetzt mittlerweile wirklich an die Substanz.»

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