Kabarettist
Ottfried Fischer und die Bedürfnisse in Corona-Zeiten

Die Wirtshäuser sind im Lockdown geschlossen. Das bringt den Kabarettisten Ottfried Fischer in Not, wenn er mal das Haus verlässt.

Samstag, 09.01.2021, 13:15 Uhr aktualisiert: 09.01.2021, 13:22 Uhr
Ottfried Fischer beklagt, dass bei Ausflügen in Lockdown-Zeiten keine Toilette zu finden ist.
Ottfried Fischer beklagt, dass bei Ausflügen in Lockdown-Zeiten keine Toilette zu finden ist. Foto: Tobias Hase

Passau (dpa) - Der Kabarettist Ottfried Fischer vermisst bei Ausflügen in Lockdown-Zeiten eine Sache ganz besonders: «Wenn wir mal wegfahren, was derzeit ganz selten vorkommt, findet man in ganz Bayern kein Klo», sagte der 67-Jährige der «Rhein-Neckar-Zeitung».

«Die denken vielleicht: Wenn sie die Wirtshäuser zusperren, gibt es nichts, was man entsorgen könnte oder müsste.» Eine Bedürfnisanstalt sei eine kleine Sache, «die sehr wichtig wird, wenn sie fehlt.»

Ansonsten ist die Corona-Pandemie nach Ansicht des Passauers eine Bewährungsprobe für Beziehungen. «Manche Leute sehen im Homeoffice ihren Partner tagsüber zum ersten Mal überhaupt in ihrer Ehe», sagte er. «Von daher ist die Partnerwahl auch aus dem Pandemie-Blickwinkel äußerst wichtig: Man sollte jemanden haben, mit dem man eine solch schwierige Zeit gemeinsam durchsteht. Dann finden sich auch gemeinsame Beschäftigungen wie ein kleiner Ausflug oder das abendliche Rotweintrinken.» Fischer selbst ist mit seiner Partnerin glücklich. Im Juni hatte er seine Lebensgefährtin Simone geheiratet, die er seit 27 Jahren kennt.

© dpa-infocom, dpa:210109-99-954691/2

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