Corona-Pandemie
Cornelia Funke kritisiert Umgang mit Kindern

Für Cornelia Funke sind Kinder und Jugendliche die Zukunft und das Kostbarste im Leben. Das sollte man nicht vergessen, meint die Bestseller-Autorin.

Dienstag, 23.02.2021, 08:21 Uhr aktualisiert: 23.02.2021, 08:24 Uhr
Cornelia Funke: Kinder gehören ins Zentrum - nicht in die Peripherie.
Cornelia Funke: Kinder gehören ins Zentrum - nicht in die Peripherie. Foto: Christophe Gateau

Malibu/Mannheim (dpa) - Nach Ansicht von Schriftstellerin Cornelia Funke wird den Interessen von Kindern und Jugendlichen in der Corona-Pandemie zu wenig Beachtung geschenkt.

«Das ist seit Jahren ein akutes Thema. Kinder und Jugendliche kommen immer nur am Rande vor», sagte sie dem «Mannheimer Morgen». Durch Corona sei das noch dramatischer geworden.

«Kinder werden zu kleinen Erwachsenen dressiert, anstatt zu sagen: Das ist unsere Zukunft und sollte das Kostbarste in unserem Leben sein», kritisierte die 62-Jährige. Ihr Leben sei zu organisiert und zu behütet. «Kinder haben eigentlich kaum eigene Zeit und eigenen Raum. Da muss sich fundamental viel ändern», so Funke.

Nach der Pandemie müsse es ein Zurück nach draußen geben. Kinder müssten die Welt und das Leben erfahren können. Funke sagte der Zeitung weiter: «Wir brauchen nicht noch mehr Dogmatismus. Wir müssen der Welt wieder erlauben, ein bisschen wilder zu werden, auch auf Kosten von Sicherheiten.»

Die deutsche Autorin wohnt auf einer Avocadofarm in Kalifornien, bis 2005 lebte sie in Hamburg. Funke («Tintenherz») hat weltweit mehr als 20 Millionen Bücher verkauft.

© dpa-infocom, dpa:210223-99-551308/4

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