Neues Tochterunternehmen
VW will mit «Moia» zu führendem Mobilitätsanbieter werden

Bei modernen Fahrdienstleistungen per App spielt Europas größter Auto-Hersteller Volkswagen bislang nur eine untergeordnete Rolle. Das soll sich nun ändern. Dafür wurde das neue Tochterunternehmen Moia gegründet, das von Berlin aus den Markt aufrollen soll.

Montag, 05.12.2016, 17:58 Uhr

Volkswagen präsentiert auf der Technologie-Konferenz «Tech Crunch Disrupt» in London sein neues Unternehmen für Mobilitätsdienste, Moia.
Volkswagen präsentiert auf der Technologie-Konferenz «Tech Crunch Disrupt» in London sein neues Unternehmen für Mobilitätsdienste, Moia. Foto: Christoph Dernbach

London (dpa) - Der Volkswagen-Konzern will mit der neuen Marke «Moia» zu einem der drei weltweit führenden Anbieter von Mobilitätsdiensteistungen aufsteigen.

Bis zum Jahr 2025 solle ein «substanzieller Teil des Konzern-Umsatzes mit dem neuen Geschäftsbereich erzielt werden», kündigte Ole Harms, Chef der neugegründeten Konzerntochter Moia, auf der Technologie-Konferenz «TechCrunch Disrupt» in London an.

Volkswagen verfolge dabei eine «Buy&Build»-Strategie mit Zukäufen und im Unternehmen selbst aufgebauten Bereichen. Über die Volkswagen-Gruppe sei eine nachhaltige Finanzierung abgesichert. «Wir wollen ein relevanter Player am Markt sein, daher streben wir in einigen Jahren einen Umsatz in Milliarden-Höhe an. Wir wollen ein Unicorn werden.» Mit dem Begriff «Unicorn» werden in der Start-up-Szene die Unternehmen bezeichnet, die mehr als eine Milliarden Euro bzw. US-Dollar wert sind.

Um das ehrgeizige Ziel zu erreichen, warb Volkswagen vom Rivalen Daimler einen hochrangigen Manager ab: Robert Henrich, der in Stuttgart seit 2010 den Carsharing-Dienst car2go mit aufgebaut hatte und seit drei Jahren Chef der Daimler-Mobilitätstochter moovel Group war, fängt im Januar 2017 bei Moia als Geschäftsführer (Chief Operating Officer) an.

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