Nicht im Regierungsprogramm
Finnland dementiert Berichte zu viertägigen Arbeitswochen

Helsinki (dpa) - Finnland führt bis auf Weiteres weder auf vier Tage verkürzte Arbeitswochen noch sechsstündige Arbeitstage ein. Die Regierung in Helsinki dementierte Medienberichte, wonach Ministerpräsidentin Sanna Marin entsprechende Pläne verfolge.

Dienstag, 07.01.2020, 16:48 Uhr aktualisiert: 07.01.2020, 16:50 Uhr
Vor allem in Großbritannien hatten Medien berichtet, dass Finnlands Ministerpräsidentin Sanna Marin die vier-Tage-Woche voranbringen wolle.
Vor allem in Großbritannien hatten Medien berichtet, dass Finnlands Ministerpräsidentin Sanna Marin die vier-Tage-Woche voranbringen wolle. Foto: Markku Ulander

Eine Vier-Tage-Woche stehe nicht im Regierungsprogramm und derzeit auch nicht auf der Agenda, teilte Marins Regierung auf Twitter mit. Marin habe die Idee lediglich kurz während einer Podiumsdiskussion im August 2019 aufgeworfen, als sie noch Transportministerin unter ihrem Vorgänger Antti Rinne war.

«Es gibt keinen Plan, keine jüngsten Aktivitäten, keine Intentionen», sagte die Kommunikationschefin der Regierung, Päivi Anttikoski, der Deutschen Presse-Agentur.

Vor allem in Großbritannien hatten mehrere Medien berichtet, dass Marin die Idee einer viertägigen Arbeitswoche mit sechsstündigen Arbeitstagen voranbringen wolle. Marin wurde mit den Worten zitiert, die Menschen verdienten es, mehr Zeit für ihre Familien, Hobbys oder Kultur zu haben.

Die reguläre Arbeitszeit in Finnland beträgt derzeit in der Regel maximal acht Stunden pro Tag und 40 Stunden pro Woche - so steht es auch im neuen finnischen Arbeitszeitgesetz, das zum 1. Januar 2020 in Kraft getreten ist.

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