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Abschied mit persönlichen Worten nach verdienstvollen Jahren an der AFG

15 Lehrer verlassen Gesamtschule

Billerbeck/Havixbeck

Ein unter Corona-Bedingungen besonders herausforderndes Schuljahr geht zu Ende. Dr. Torsten Habbel, Leiter der Anne-Frank-Gesamtschule, hat jetzt langgediente Kolleginnen und Kollegen in einer sehr persönlichen Ansprache verabschiedet, wie die Schule mitteilt.

Bei der Verabschiedung: (vorne, v.l.) Kirsten Stenzel, Doris Frommeyer, Astrid Fischer, Felix Freyer, Mietje Mühlenkamp, (hinten, v.l.) Dr. Torsten Habbel, Beyza Nur Caput, Jens König-Upmeyer, Ulrike Schweppe, Gudula Volbers, Nicole Dühnen und Michael Göring. Foto: Foto: AFG

Astrid Fischer hat 23 Jahre an der AFG unterrichtet. Als Musiklehrerin begleitete sie den Friedenskreis, die Stolpersteine, die Einschulungs- und Abschlussfeiern sowie die Gottesdienste. Als Kunstlehrerin wie auch in Musik unterrichtete sie zunehmend in der Oberstufe und platzierte deren Werke nicht nur in der Schule, sondern auch an verschiedenen Orten von Havixbeck – etwa beim Optiker, in der Sparkasse, im Altenheim oder dem Sandsteinmuseum. „Bemerkenswert“, so Habbel, seien auch Kooperationen mit bildenden Künstlern innerhalb und außerhalb der Grenzen Havixbecks. Als Kunstlehrerin habe sie ihre Schülerinnen und Schüler mit einem besonderen Blick für Begabungen über den eigentlichen Unterricht hinaus begleitet. Auch als Pensionärin bleibt Fischer aktiv, hat sie doch gerade erst eine eigene Band gegründet.

„Menschen helfen, ihre Einzigartigkeit zu entdecken“, sei Ulla Schwenks Leitsatz gewesen, den sie als Deutsch- und Religionslehrerin an der AFG mehr als 16 Jahre lang „gelebt“ habe. Dabei sei es ihr stets ein Anliegen gewesen, „das Gute im Menschen zu entdecken.“ Der Schulleiter betonte den regen, konstruktiven Austausch mit Eltern sowie das gute Miteinander in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. „Gegenseitige Akzeptanz von jeder und jedem diente nicht nur als pädagogische Leitlinie, sondern auch als langfristige Vision, die den Schützlingen zu mancherlei Erfolg verhalf.“

Gabriele Schneider war rund 25 Jahre lang Lehrerin für Kunst, GL und Hauswirtschaftslehre an der AFG. Habbel beschreibt seine Kollegin als „Teamplayerin“, sei es als Ausbildungsbeauftragte für Referendarinnen und Referendare, als Leiterin der Arbeitsgruppe Inklusion oder als Mitglied der Steuergruppe, wenn es darum ging, Schule – neu – zu gestalten.

Doris Frommeyer hat an der AFG 23 Jahre Deutsch, Gesellschaftslehre und Religion unterrichtet. „Ihr Focus“, lobt Habbel, „lag auf den Potentialen von Kindern, denen das Lernen nicht in die Wiege gelegt ist, deren Selbstbewusstsein hinter den eigenen Möglichkeiten zurückbleibt.“ Frommeyer habe immer den ganzen Menschen in den Blick genommen, die Individualität und das Wohlergehen der Kinder und Jugendlichen in den Mittelpunkt gestellt und dafür viel Anerkennung bekommen.

Ulrike Schweppe habe „mit Leidenschaft“ Deutsch und Religion in allen Jahrgängen unterrichtet und dabei „ein gutes Gespür“ für Schülerinnen und Schüler gehabt. Als Personalrätin hatte sie stets „ein offenes Ohr“ für das Kollegium. Der Schulleiter erlebte die Kollegin stets „einfühlsam unterstützend“. Im kommenden Schuljahr wird sich Schweppe ausschließlich dieser Aufgabe widmen.

Insgesamt 15 Kolleginnen und Kollegen verlassen die Schule, dabei sind Nicole Dühnen, Felix Freyer, Michael Göring, Mietje Mühlenkamp, Pastoraltheologe Jens König-Upmeyer, Annika Schönert und Tetyana Ternova. Gudula Volbers wechselt für einige Jahre an das Institut der Didaktik für Mathematik und Informatik der WWU Münster und sei anschließend wieder willkommen. Der Schulleiter würdigte auch die beiden Bundesfreiwilligendienstleistenden Beyza Nur Caput und Kirsten Stenzel, die unmittelbar nach ihrem Abitur erstmalig in dieser Position an der AFG tätig waren und ihre Rolle „neu finden, ja erfinden“ mussten: „Ihr habt das klasse gemacht!“

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