AFG-Elternschaft setzt sich für sechszügigen Fortbestand ein

6220 Unterschriften sind „tolles Zeichen“

Billerbeck/Havixbeck

Immer mehr Eltern möchten ihr Kind an einer Gesamtschule anmelden. Dieser landesweite Trend ist auch in Havixbeck, Billerbeck und Münster deutlich spürbar. „Der Wunsch, seinem Kind einen individuellen Weg durch die Schulzeit zu ermöglichen, spiegelt die gesellschaftliche Entwicklung zu mehr Individualisierung wider“, begründet Schulleiter Dr. Torsten Habbel die große Nachfrage.

Nach knapp vier Wochen beenden die Schulpflegschaftsvorsitzenden die Unterschriftenaktion mit 6220 Unterschriften. Foto: Foto: Archiv

„Wir Eltern unterstützen die Errichtung einer weiteren Gesamtschule in Münster, da sie die beste Schulform für unsere Kinder ist. Aber allein ein bestehendes Schulgebäude ist kein ausreichender Grund für den Standort Roxel. Dieser geht am Elternwillen letztlich sogar vorbei, da die Nachfrage an Plätzen vor allem in Münster-Mitte besteht“, betont AFG-Schulpflegschaftsvorsitzender Torsten Burghard in einer Pressemitteilung.

Um die eigene Schule zu unterstützen, haben die Havixbecker und Billerbecker Eltern im Schulterschluss mit der Politik sowohl der Gemeinde Havixbeck als auch der Stadt Billerbeck Anfang Mai eine Unterschriftenaktion „für den Fortbestand der AFG in ihrer jetzigen mindestens sechszügigen Form“ initiiert. Darin fordern die Eltern die Stadt Münster auf, „die Neugründung der Gesamtschule nicht im Einzugsbereich der AFG zu betreiben, sondern einen anderen Standort im Stadtgebiet zu wählen“. Die Bezirksregierung wird aufgefordert, „eine Gesamtschule in Roxel nicht zu genehmigen“.

Nach knapp vier Wochen beenden die Schulpflegschaftsvorsitzenden Torsten Burghard und Marco Lennertz die Unterschriftenaktion mit 6220 Unterschriften. Schüler und Eltern waren mehr als dankbar, auch aus der Bevölkerung der beteiligten Gemeinden eine so breite Unterstützung erhalten zu haben. Deutlich mehr als doppelt so viele Unterzeichner wie vor einem halben Jahr für den Gesamtschulstandort Roxel unterstützen die AFG in ihrem Anliegen.

„Berücksichtigt man, dass das Einzugsgebiet von Münster dreimal so groß ist, wie das der AFG, so könnten wir 18 000 Voten nennen“, zeigen sich die beiden Verantwortlichen sichtlich stolz auf die herausragende Resonanz ihrer Aktion. Mit diesem Ergebnis haben die Verantwortlichen der Schulpflegschaft nicht gerechnet. „Phänomenal, ein mehr als beeindruckendes Ergebnis“, zeigt sich Marco Lennertz dankbar. „Ein tolles Zeichen für unsere Region“, ergänzte Nicole Nowak, ebenfalls Elternvertreterin.

Nun bemüht sich die Elternschaft um einen Termin bei Regierungspräsidentin Dorothee Feller, um den klaren Elternwillen der Havixbecker und Billerbecker gegenüber der Entscheiderin zu vertreten.

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