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Feuerwehr zieht nach knapp zwei Jahren Bauzeit in die Wache am Friethöfer Kamp/Ecke Daruper Straße

Ab Samstag am neuen Ort einsatzbereit

Billerbeck

Endlich! Eine große ruhige Funkzentrale für die Einsatzleitung, Spinde und Umkleiden nach Geschlechtern getrennt, eine weite Fahrzeughalle, Schulungsräume, ein Übungsturm, angemessene Aufenthaltsräume für Kameradinnen und Kameraden, eine neue Verkehrsführung für an- und abfahrende Fahrzeuge – die Verbesserungen für die Feuerwehr am neuen Standort Daruper Straße/Ecke Friethöfer Kamp sind riesig groß – genau wie die Freude beim Wehrleitungsteam. Am kommenden Samstag werden die Kameraden in kleinen Gruppen coronakonform den Umzug von der Mühlenstraße an die neue Adresse durchziehen. „Ab 18 Uhr wird die neue Wache einsatzbereit sein“, kündigt Wolfgang Langner, Leiter der Feuerwehr, an.

Von Ulrike Deusch

In der Funkzentrale: (v.l.): Florian Heuermann (stellv. Leiter der Feuerwehr), Bürgermeisterin Marion Dirks, Wolfgang Langner (Leiter der Feuerwehr), Matthias Heuermann (stellv.. Leiter der Feuerwehr). Foto: Fotos: ude

Knapp zwei Jahre hat es gedauert, das baulich ebenso wie in seiner technischen Ausstattung top-moderne Gerätehaus zu errichten – nach Plänen des Büros Horst Architektur (Stadtlohn), das sich in einem Architektenwettbewerb durchgesetzt hatte. Begonnen hatten die Planungen aber schon 2015 mit ersten Überlegungen und Machbarkeitsstudien, ob es noch sinnvoll sein könnte, das Domizil der Feuerwehr am alten Standort zu ertüchtigen. „Es wurde schnell klar, dass der Standort nicht geeignet ist, um die Feuerwehr für die Zukunft aufzustellen“, so Langner.

„Von Anfang an ist die Wehr ganz eng in die Planungen einbezogen gewesen“, beschreibt Bürgermeisterin Marion Dirks beim Ortstermin die „enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit“. Und Florian Heuermann, stellvertretender Leiter der Wehr, erinnert daran, dass auch die Politiker die Pläne einmütig unterstützt haben, auch als im Nachgang für einen zusätzlichen Übungsturm zum Anleitern, Abseilen und Türöffnen ein finanzieller Nachschlag nötig wurde. Rund 4,7 Millionen Euro ist der Stadt die neue Feuerwache insgesamt wert. „Die Funktionalität stand bei allen Entscheidungen immer im Mittelpunkt“, macht Dirks deutlich, dass trotz der enormen Summe und der Top-Ausstattung

kein Luxusobjekt entstanden ist. Vielmehr gehe es darum, die Einsatzfähigkeit der Wehr langfristig sicherzustellen. Und: „Wenn sich Ehrenamtliche so engagieren, dann brauchen sie auch eine vernünftige Ausstattung.“ Und schließlich müsse es auch für den Nachwuchs attraktiv bleiben, sich in der Feuerwehr zu engagieren. Der, zum Beispiel, hat sich zuletzt am alten Standort aus Platzmangel in einem fensterlosen Raum treffen müssen. Jetzt gibt es attraktive Aufenthalts- und Schulungsräume.

Eigentlich wollten die Feuerwehrkameraden am kommenden Wochenende mit Blasmusik in einem großen Umzug von der Mühlenstraße zum Friethöfer Kamp ziehen. Das ist nun wegen der Coronasituation nicht möglich. Jetzt plant die Wehrleitung einen Tag der offenen Tür vermutlich im Frühjahr – damit die Billerbecker endlich sehen können, wie gut ihre Feuerwehr jetzt aufgestellt ist.

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