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Musikalische Früherziehung mit Heavysaurus

Alles nur wegen Helene Fischer

billerbeck

„Wir werden nie müde zu erzählen, warum wir das machen“, fängt Mr. Heavysaurus an zu erzählen. Der Dino steht auf der Bühne. Vor ihm zahlreiche Kinder, die gebannt lauschen. Nach über einer Stunde, in der schon mit den Kindern gerockt wurde, wendet sich der Frontmann der Kinder-Metal-Band an die Eltern: „Wir machen das, weil wir nicht wollen, dass eure Kinder Helene Fischer hören.“ Lautes Gejubel ist aus der Elternfraktion zu hören. „Stattdessen“, setzt der Dino wieder an, „wollen wir, dass eure Kinder so in zehn Jahren zu euch kommen und sagen: Papa, ich brauche mal 1000 Euro, ich will nach Wacken.“ Und da das Ganze noch zehn bis fünfzehn Jahre Zeit hat, bis Papa das Geld locker machen darf, wird auch diese Aussage mit Jubeln quittiert.

Von Julia Walde

Völlig begeistert vom Konzert:( v.l.) Christina Lenz mit Freya (6), Ayla (4) und Fabian Döring.

Heavysaurus feiern in Billerbeck den Tourauftakt zu ihrer deutschlandweiten „Kaugummi ist Mega-Tour 2023“. Für Paul und Milo ist es das erste Konzert. „Ich freu mich auf die Dinos“, erzählt Milo. Beide haben direkt schon die Fanshirts an, und dem lauten Gejubel nach zu urteilen, sind die beiden nicht die Einzigen, die sich auf die Band freuen. Die Reihen vor der Bühne sind voll, Eltern haben hinten zu bleiben. Hier geht es um die Kinder.

Und dann geht es los: Muffi Puffi (Bass), Komppi Momppi (Schlagzeug), das Mädchen in der Band Milli Pilli (Keyboard), Riffi Raffi (Gitarre) und der Sänger Mr. Heavysaurus betreten die Bühne, werden von lautem Applaus und begeisterten Rufen empfangen.

Sie legen direkt mit „Kaugummi ist Mega“ los. Die kleinen Metalfans toben, und auch die Eltern sind begeistert. Zu „Heavysaurus“, dem zweiten Song im Set, wird sogar Pyrotechnik genutzt, und Funken sprühen vor der Bühne in die Höhe. Und dann geht es quer durch die zwei Alben der Band, die 2018 und 2020 veröffentlicht wurden. Die gute Hexe „Rupuliina“ wird vorgestellt. Bei der umgeschriebenen Version von „Eye Of The Tiger“, die hier als „Stark wie ein Tiger“ gespielt wird, wird gefeiert, und bei „Heavy Twister“ drehen sich die Kinder wild im Kreis.

Es ist eine Liveshow, die auf die große Bühne gehört. Als eine der ersten Konzerterfahrungen für Kinder wird das Rundumpaket geboten: Konfetti, Feuerwerk, Luftballons, Live-Gesang und Live-Musik, Heavysaurus machen keine halben Sachen. Und das Geschrei der Kinder ist fast lauter als die Musik selbst.

„Die Botschaft ist mega gut“, erzählt Christina Lenz, die mit ihrer Familie das Konzert besucht. „Es sind Werte, die hier transportiert werden“, so auch Fabian Döring. Zusammen mit den Mädchen Freya (6) und Ayla (4) haben die vier die Band schon drei Mal gesehen. Sind aus Münster gekommen, um die vier Dinos und den Drachen noch einmal live zu sehen. „Es hat mir total gut gefallen“, erzählt Ayla begeistert. „Es gibt nichts Vergleichbares“, fährt Lenz fort.

„Billerbeck, ihr seid fantastisch, wir sind echt froh, heute hier sein zu dürfen“, freut sich Mr. Heavysaurus. Bei dem Lied „Schatzsuche“ werden Süßigkeiten aus der großen Schatzkiste ins Publikum geworfen. Und als mit „Heavysaurus-Tag (Dinolied) das reguläre Set geschlossen wird, denken die kleinen Metalfans gar nicht daran, die Dinos und den Drachen von der Bühne zu lassen. Lautstark wird eine Zugabe verlangt, und die Band legt nochmal nach.

Mit lautem Applaus und Geschrei verabschieden sich die Kinder schließlich von ihren Dino-Idolen – zumeist nicht, ohne vorher noch ein Andenken in Form eines Shirts oder Kuscheltiers mitzunehmen.

So geht musikalische Früherziehung.

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