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Am Voßkamp sollen drei Mehrparteienhäuser entstehen

Auf dem Weg zu neuem Wohnpark

Billerbeck

„Wohnpark am Voßkamp“ ist der schicke Arbeitstitel für die drei Mehrparteienhäuser, die an zentraler und attraktiver Stelle in der Stadt entstehen sollen: zwischen der ehemaligen Strumpffabrik an der Darfelder Straße und dem Bahnhof. Der Bauausschuss hat jetzt die nötigen Planungen dafür auf den Weg gebracht, dass das Vorhaben hinter der denkmalgeschützten Villa in unmittelbarer Nachbarschaft zu dem kürzlich dort bereits entstandenen Neubau umgesetzt werden kann. Das letzte Wort spricht nächste Woche der Rat.

Von Ulrike Deusch

Das gerodete Grundstück vom Voßkamp aus gesehen. Hinten steht die denkmalgeschützte Villa, rechts der kürzlich errichtete Neubau. Foto: Foto: ude

Die drei Baukörper sollen sich in ihrem Erscheinungsbild dem vorhandenen Neubau anpassen und so auf der Fläche angeordnet werden, dass ein Flachdachbau hinter der Villa steht, um ihr nicht die Schau zu stehlen, während weiter hinten zum Voßkamp und zum kleinen Fußweg die beiden anderen Gebäude über der zweiten Etage noch kleines Staffelgeschoss bekommen.

So attraktiv die Lage in der Stadt auch ist, die Fläche, auf der zuvor ein schadhaftes Fichtenwäldchen stand, liegt nicht weit entfernt vom Futtermittelhersteller Wübken. „Wir haben deshalb dem Investor aufgegeben, ein Immissionsgutachten erstellen zu lassen“, berichtete Michaela Besecke (Fachbereich Planen und Bauen) dem Bauausschuss. Einerseits sollen die künftigen Anwohner geschützt werden, andererseits darf die Firma Wübken nicht in ihrer jetzigen und zukünftigen Betriebstätigkeit eingeschränkt werden – eventuelle Erweiterungswünsche eingeschlossen. Das Gutachten habe, so Besecke, bestätigt, dass die Immissionswerte eingehalten werden, wie es in einem „allgemeinen Wohngebiet“ vorgegeben ist. Bisher ist der Bereich nämlich als Mischgebiet ausgewiesen – und da gelten ganz andere Vorgaben. Auch deswegen wird der Bebauungsplan nun geändert. Wie Besecke weiter informierte, haben der Investor und die Firma Wübken zusätzlich privatrechtliche Vereinbarungen geschlossen, um für die Zukunft Klarheit und Sicherheit zu schaffen.

In der Sitzung des Bauausschusses äußerte Ann Katrin Meinert im Namen der CDU Bedenken zur geplanten Erschließung und Zufahrt zur Tiefgarage über die heute als Sackgasse bestehende Straße Am Voßkamp. „Es sind schon Anlieger an uns heran getreten, die große Sorge haben, dass der Verkehr stark zunimmt“, so Meinert. Sowohl Besecke als auch Bürgermeisterin Marion Dirks zeigten Verständnis, sahen aber keine Alternative. Besecke wies sogar darauf hin, dass, wenn der Bereich als Mischgebiet in den Plänen weiterbestanden hätte, dort ganz andere Nutzungen mit viel mehr Verkehrsbelastung hätten möglich werden können. Als Beispiele nannte sie einen Bürokomplex oder ein Pflegeheim.

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