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„Schlösser- und Burgentag Münsterland 2021“ an der Kolvenburg

Auf Picknickdecke Live-Musik genießen

Billerbeck

„Wir haben etwas gezittert wegen der Wettervorhersage. Heute Morgen haben wir spontan entschieden, nach draußen zu gehen“, freute sich Lukas Bertels, Mitarbeiter des Kreises Coesfeld, und schwitzte ganz schön, als er beim Aufbauen der Stühle für das Open-Air-Konzert an der Kolvenburg anpackte. Denn das war die musikalische Krönung des Schlösser- und Burgentags.

Von Elvira Meisel-Kemper

Ein Picknick-Konzert mit dem deutsch-niederländischen Trio „GrenzMuziek“ konnten die Besucher des Schlösser- und Burgentages gestern rund um die Kolvenburg erleben. Foto: Fotos: emk

„Das Katapultschießen heute Vormittag wurde gut angenommen. Unser Landrat war mit seinen Kindern auch hier“, freute sich Norma Sukup, Mitarbeiterin des Kreises. Dieses sportliche Event für die ganze Familie wurde zum ersten Mal angeboten. Der Klostershop aus der Gaststätte in Kloster Gerleve war ebenfalls zum ersten Mal vertreten. Petra Beekmans betreute den Stand, der nicht nur mit Kaffee und selbstgebackenem Kuchen lockte. „Das sind alles eigene Produkte aus unserer Klosterküche. Marmelade, Pfirsich-Prosecco und der Holunderblütensirup ist gefragt. Unser neues Angebot sind Picknickkisten, die wir heute das erste Mal vorstellen“, warb Beekmans.

Einen Picknickkorb kann man ebenfalls neuerdings im Café am Billerbecker Bahnhof erwerben. Dafür warben Ann-Kathrin Rahe, Tourismus-Managerin der Stadt Billerbeck, und Judith Schäpers, Öffentlichkeitsarbeit der Stadt, an ihrem Stand gleich daneben. Sie hatten auch viele Informationen für die Besucher parat, was man alles in und um Billerbeck unternehmen kann. „Vor allem unsere Wanderflyer sind gefragt. Viele haben in den letzten Monaten ihre Heimat neu entdeckt“, freute sich Rahe.

Sehr gefragt waren auch die Architekturführungen von Monika Stockmann, Stadtführerin in Billerbeck. 1246 wurde dieser Ort zum ersten Mal erwähnt mit dem Bau einer Motte, die ein paar Meter weiter stand. Spannend und kenntnisreich entführte Stockmann die Besucher in die wechselvolle Bau- und Besitzergeschichte der heutigen Kolvenburg. Alles begann Ende des 15. Jahrhunderts mit einem kleinen zweigeschossigen Gebäude, das je nach Besitzerwechsel bis zum Jahr 1696 aus- und umgebaut wurde. „Es muss eine ständige Baustelle gewesen sein“, so Stockmann. Der Name bezieht sich auf die Herren von Kolven, die um 1400 als frühere Besitzer ausstarben. Beeindruckt war auch Matthias Schulte Spechtel, der mit seiner Familie aus Senden angereist war: „Wir sind das erste Mal in der Kolvenburg. Das ist eine große Aufgabe für die Gesellschaft, diese Gebäude zu erhalten. Ein modernes Gebäude steht in 50 Jahren nicht mehr, dieses Haus schon.“

Und wer Entspannung mit guter Live-Musik suchte, konnte sich auf der Grünfläche an der Kolvenburg niederlassen, und dem deutsch-niederländischen Trio „GrenzMuziek“ zuhören.

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