Zeitplan für Klimaschutzkonzept-Erstellung vorgestellt

Auftakt mit Bürgern im August geplant

Billerbeck

Aktuell befindet sich Klimamanagerin Rebecca Hilmer mitten in der Datenrecherche. Es geht um eine umfassende Bestandsaufnahme. Energieverbräuche und CO2-Emissionen sowie bisherige Klimaschutzmaßnahmen werden ermittelt – alles für das Klimaschutzkonzept der Stadt Billerbeck, bei dem es vor allem darum geht, die Emission von Kohlendioxid zu senken und den Klimaschutz langfristig in der Kommune zu verankern. Unterstützung gibt es dabei auch durch externe Dienstleister, die von der Stadtverwaltung beauftragt werden und eine Potenzialanalyse erstellen, wo und wie in der Kommune Treibhausgase eingespart werden können.

Von Stephanie Sieme

In einem Jahr soll das Klimaschutzkonzept der Stadt Billerbeck zur Reduzierung der Emission von Kohlendioxid fertig sein. Das sieht der Zeitplan vor, den Klimamanagerin Rebecca Hilmer im Umweltausschuss vorgestellt hat. Foto: Foto: Lukas Maschke

Im Umweltausschuss stellte Rebecca Hilmer jetzt den Zeitplan für die Erstellung des Klimaschutzkonzeptes vor. Wenn der sogenannte Ist-Zustand vorliegt, soll es eine Auftaktveranstaltung mit Bürgern – voraussichtlich im August – geben, um gemeinsam verschiedene Maßnahmen für mehr Klimaschutz zu entwickeln. Workshops mit unterschiedlichen Schwerpunkten wie Mobilität, Haushalte, Gewerbe und Industrie soll es geben. „In einem Jahr soll das Konzept fertig sein“, so Rebecca Hilmer. Dann wird es den politischen Gremien vorgestellt und nach einem Beschluss sollen dann die Maßnahmen sukzessive umgesetzt werden.

Christof Peter-Dosch (Grüne) regte an, auch einen Beirat mit Experten ins Leben zu rufen, die Anregungen geben könnten. Das erhöhe seiner Meinung nach die Transparenz und den Rückhalt, dass sich in der Bürgerschaft mit dem Klimaschutzkonzept identifiziert werde. Ein reger Beteiligungsprozess sei geplant, betonte Rebecca Hilmer. Ein weiterer Beirat soll laut Bürgermeisterin Marion Dirks aber nicht gegründet werden. Experten seien wichtig, sie sollen aber bei einzelnen Punkten dazu geholt werden. Jeder, der mitmachen möchte, sei willkommen. „Wir stellen uns aber auch vor, Menschen zu erreichen, die wir bislang nicht erreicht haben“, so Marion Dirks. Per Zufallsauswahl über das Meldeamt sollen Bürger gezielt angesprochen und zum Mitmachen befragt werden. „Wir müssen alle mitnehmen“, betonte die Bürgermeisterin. „Ganz Billerbeck darf mitentscheiden“, so Rebecca Hilmer. Es solle kein Konzept sein, was von oben drauf gestülpt werde. Bernd Kösters (CDU) regte zudem an, dass die Stadtverwaltung künftig die Bürger über Fördermöglichkeiten bei privaten Maßnahmen im Zuge des Klimaschutzes informiere.

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