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Mitgliederzahlen coronabedingt kaum zurückgegangen

Austritte halten sich in Grenzen

Billerbeck

Das ist die positive Nachricht, die sechs Billerbecker Vereine unisono vermelden: Die coronabedingten Austritte ihrer Mitglieder halten sich deutlich in Grenzen. Allerdings wird es auf der anderen Seite zunehmend schwierig, in der pandemischen Lage neue Mitglieder zu gewinnen.

Von Florian Schütte

Sobald die Pandemie abflaut, stehen die Chancen zur Mitglieder-Anwerbung in den Vereinen besser als momentan. Foto: Foto: fs

Während sich der größte Billerbecker Verein – der DJK-VfL – 2020 sogar um 16 Mitglieder unterm Strich auf 2540 vergrößerte, stand 2021 ein Minus von 27 Mitgliedern im Saldo (2513). Und das, obwohl 2021 mit 283 Sportlern so viele Neumitglieder dem Verein beigetreten sind, wie seit einigen Jahren nicht. „Wir fragen bei den Vereinsaustritten keine Gründe ab“, sagt Katharina Ahlers. „Oftmals wird aber benannt, dass es einen Wohnortwechsel gibt oder sich die verfügbaren Zeiten aufgrund von Ausbildung, Studium oder Job verändert haben“, berichtet die Vorsitzende.

Von zurzeit 612 Mitgliedern berichtet Fabian Focke von der Kolpingsfamilie nicht ohne Stolz. „Glücklicherweise hatten wir sehr wenige Austritte“, sagt der Öffentlichkeitsreferent. 2020 und 2021 gab es jedoch auch keine einzige Neuaufnahme.

Rund 520 Mitglieder, davon 120 aktive, zählt zurzeit die Freilichtbühne Billerbeck. „Vor der Pandemie waren es insgesamt circa 550“, informiert Marketing-Geschäftsführerin Diana Lamers auf Nachfrage. „Es ist aber kein einziges aktives Mitglied ausgestiegen“, freut sie sich. Im Gegenteil: „Über den neuen Chor ,Stagefever’ haben wir noch ein paar Neumitglieder gewonnen.“ Bei den ausgetretenen passiven Mitgliedern vermutet Lamers, dass viele während der Coronazeit mal bei ihren Mitgliedschaften aufgeräumt hätten. „Einige gaben aber auch Arbeitslosigkeit als Grund an“, so Lamers.

Auf 23 aktive Helfer kann Mirko Badzong vom Verein BillerbeckLebendig zählen. „Wir hatten kaum Fluktuation, aber unsere Mitglieder müssen auch keinen Beitrag zahlen“, sagt der Vorsitzende. Der Verein trägt sich vor allem über den Getränkeverkauf bei Events, die zumeist ohne Eintritt sind. „Wir machen das alle aus Spaß und Leidenschaft, müssen aber auch nicht davon leben“, betont Badzong.

„Wir stellen zumindest fest, dass wir pandemiebedingt keine Austritte haben“, sagt Norbert Große Daldrup, Vorsitzender vom Blasorchester Billerbeck. „Und das, obwohl die Auftritte fehlen.“

50 aktive Mitglieder und grob geschätzt 130 insgesamt zählt die KLJB. „Generell haben wir nur Austritte aufgrund des Alters, aber nicht wegen Corona“, meint Eva-Maria Lutum. Die Billerbecker Landjugend-Vorsitzende freute sich im vergangenen Jahr jedoch über 15 Neumitglieder.

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