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Domstädter unterstützen Rettungskräfte im vom Hochwasser betroffenen Eschweiler

Bei Krankenhaus-Evakuierung geholfen

Billerbeck

Florian Heuermann steht im regelmäßigen Kontakt zu seinen Kameraden, die die Rettungskräfte in den vom Hochwasser betroffenen Gebieten unterstützen. „Natürlich holt man sich ein regelmäßiges Update. Man möchte wissen, ob alles ok ist, wie der Stand der Dinge, wie die Lage ist. Das Wichtigste ist, dass sie gesund aus dem Einsatz wieder rauskommen“, betont er.

Von Stephanie Sieme

Durch geflutete Straßen fahren die Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr. Foto:

Sieben Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Billerbeck waren seit Mittwochabend in Eschweiler bei Aachen im Einsatz, haben schwerpunktmäßig bei der Evakuierung eines Krankenhauses geholfen. „Die Intensivpatienten wurden per Hubschrauber evakuiert“, berichtet der Pressesprecher der Freiwilligen Feuerwehr Billerbeck. Geholfen wurde bei der Absicherung des Hubschrauberlandeplatzes, beim Auspumpen von Kellerräumen des Krankenhauses und auch beim Transport von Patienten. Sie unterstützten zudem bei der Evakuierung eines Altenheims und halfen beim Befüllen und Verteilen von Sandsäcken. „Das machen natürlich alles nicht nur die Billerbecker, sondern der komplette Bezirksbereitschaftsdienst“, informiert Heuermann, der damit die Bezirksbereitschaft meint, bei der die Wehren aus dem Kreis Coesfeld und der Stadt Gelsenkirchen zusammengeschlossen sind und im Fall der Fälle gemeinsam Trupps in überörtliche Einsatzgebiete entsenden.

Bereits am Mittwochabend wurden die Bezirksbereitschaft um 21.30 Uhr alarmiert. Getroffen wird sich dann immer an einem Sammelpunkt – in diesem Fall in Dülmen. „Von dort aus ging es gemeinsam nach Gelsenkirchen und dann nach Eschweiler“, berichtet Heuermann. Aus dem Kreis Coesfeld sind es insgesamt mindestens 150 Rettungskräfte, die vor Ort sind – neben Feuerwehr auch DRK, THW, Maltester und weiteren Hilfsorganisationen.

Die Billerbecker Kameraden haben von unglaublichen Wassermassen berichtet. Es sei gefährlich und schwierig gewesen, mit Fahrzeugen durch die Straßen zu kommen, so Heuermann. Zeitweise sei die Strömung vor dem Krankenhaus so stark gewesen, dass es mit Booten kein Durchkommen gegeben habe, wie Henning Wiesmann, Gemeinschaftsführer des DRK-Ortsvereins informiert. Denn auch das Deutsche Rote Kreuz aus der Domstadt ist mit Rettungskräften in Eschweiler im Einsatz. Auch er steht mit ihnen in Kontakt. Sie sind gegen 5.30 Uhr am Donnerstagmorgen alarmiert worden und mit dem Einsatzleitwagen ausgerückt und übernehmen koordinierende Tätigkeiten. Sie koordinieren Patiententransporte, wie Wiesmann erklärt. Der Billerbecker befindet sich mit weiteren DRK-Hilfskräften gestern Abend selbst auf dem Weg nach Eschweiler, um dort erschöpfte Rettungskräfte abzulösen. Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr befinden sich am Donnerstagabend wieder auf dem Rückweg, wie Heuermann berichtet. Sie sind ebenfalls von anderen Feuerwehren abgelöst worden. Ob die Billerbecker Kameraden in den nächsten Tagen erneut zur Unterstützung ausrücken müssen, stehe aktuell nicht fest. Eines sei aber sicher: „Wir sind bereit“, so Heuermann. Denn: Sie wollen helfen. | Kreis Coesfeld

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