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Delegiertenversammlung des DJK-VfL

Beitragserhöhung und Bündnisbeitritt

Billerbeck

Das bisherige Finanzsystem ist nicht mehr auskömmlich. Auch der Sportverein DJK-VfL Billerbeck hat mit steigenden Kosten zu kämpfen. Ebenso hat sich Corona „sehr auf die Finanzen ausgewirkt“ und tue dies immer noch, wie Geschäftsführerin Katharina Ahlers bei der Delegiertenversammlung in der Geschwister-Eichenwald-Aula berichtete. Deswegen plant der Verein, die Mitgliedsbeiträge im kommenden Jahr anzupassen. Eine Arbeitsgruppe sei dafür eingerichtet und tage bereits. „Wir streben eine Beitragsreform an“, so die Geschäftsführerin. Es soll eine passgenaue Lösung für den Verein geben – für die nächsten Jahre. Anfang kommenden Jahres soll eine Delegiertenversammlung durchgeführt werden.

Beigetreten ist der DJK-VfL dem Qualitätsbündnis zum Schutz vor sexualisierter Gewalt im Sport: Thomas Lammers (r., DJK-DV Münster) überreichte an (v.l.) Brigitte Messing, Jutta Kaufhold (beide DJK-VfL-Präsidium), Wencke Helfmann-Klotz (DJK-VfL-Beauftragte für den Kinder- und Jugendschutz) und Katharina Ahlers (DJK-VfL-Geschäftsführerin) eine Plakette und eine Urkunde. Foto: Foto: Stephanie Sieme

Mit einem Defizit von 17 000 Euro hat der DJK-VfL das Haushaltsjahr 2021 abgeschlossen. Für 2022 wird es voraussichtlich ebenfalls ein Defizit geben. Der Verein hat Einnahmen von 551 000 Euro eingeplant und Ausgaben in Höhe von 600 000 Euro. Das Defizit liegt damit bei 49 000 Euro. Durch Rücklagenbuchungen (Sparen), die nicht vorgenommen werden, und Einnahmen, die früher geflossen sind als bisher, könne sich das Defizit noch auf 11 000 Euro verringern. „Das ist ein Planwert. Das Ergebnis kann besser, aber auch schlechter ausfallen“, betonte Katharina Ahlers. Steigende Energiekosten seien in der Haushaltsplanung schon berücksichtigt. Aber wie sich auch das letztendlich auf die Finanzen des Vereins auswirke, wisse man nicht. Sie appellierte an die Abteilungen des Vereins, Strom und Energie zu sparen.

Vor allem sei es aber Corona, das beim Haushalt zu Buche schlage. Weniger Einnahmen im Kursbereich, Wegfall von Bewirtungen bei verschiedenen Veranstaltungen (keine Hallenfußballmeisterschaften, keine Stadtmeisterschaften), auch Kosten durch Reparaturen und Ausgaben durch kostenintensive Qualifizierungsmaßnahmen belasten den Haushalt. Die Erhöhung der Mitgliedsbeiträge soll aber mit Maß erfolgen. „Wir schauen auch, wo noch Einsparungen möglich sind und wo wir Fördermittel herbekommen können“, so die Geschäftsführerin. Beschlossen hat die Delegiertenversammlung auf Antrag von Thomas Reus aus der Sportschützenabteilung einstimmig, einen Spendenaufruf innerhalb des Vereins durchzuführen, um die „desolate Finanzsituation“ ein wenig zu dämpfen. Es ist kein Zwang und jeder gibt das, was er kann, betonte Katharina Ahlers.

Neben den Finanzen stand bei der Delegiertenversammlung auch die Prävention sexualisierter Gewalt im Sport im Fokus. Der DJK-VfL wurde in das Qualitätsbündnis zum Schutz vor sexualisierter Gewalt im Sport aufgenommen. Thomas Lammers vom DJK-Diözesanverband Münster überreichte dem Verein eine Urkunde und eine Plakette. Der DJK-VfL hatte sich auf den Weg gemacht, den Kinder- und Jugendschutz innerhalb des Vereins noch mehr zu stärken und die Prävention sexualisierter Gewalt im Sport in den Fokus zu rücken. Schulungen wurden durchgeführt, ein umfangreiches Schutzkonzept mit Präventions- und Interventionsmaßnahmen verabschiedet und mit Wencke Helfmann-Klotz gibt es auch eine Beauftragte für den Kinder- und Jugendschutz.

Im kommenden Jahr steht das 111-jährige Bestehen des Vereins an. Ein Festakt ist am 28. Januar geplant. Auch Überlegungen für den Aufbau einer Dart-Abteilung und der Etablierung von Hobby-Horsing, Sport mit Steckenpferden, gibt es.

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