140 Personen beteiligen sich am „Offenen Heimatmuseum“

Biografien mit Technologie verbinden

Billerbeck. Der Ludgerusbrunnen, die Kolvenburg, der Dom, das Freibad, die Fußgängerzone, die Freilichtbühne und der jüdische Friedhof haben eine Gemeinsamkeit. Nicht, weil einfach alles in Billerbeck verortet ist. Nein – es sind alles Lieblingsorte. „Und ich bin gespannt, welche noch dazu kommen“, sagt Dr. Ipek Wiesmann. Sie gehört zu den Initiatoren des Projektes „Offenes Heimatmuseum“, das vom extra dafür im vergangenen Jahr gegründeten Kunst- und Kulturverein Billerbeck getragen wird. Technologie und Lebensbiografien spielen bei diesem Projekt eine große Rolle. Ziel ist es, generationsübergreifend eine neue Verbindung zur Heimat aufzubauen. „Gesucht werden die spannendsten Ecken, die unvergesslichen Plätze in der Stadt Billerbeck, die den Teilnehmenden individuell etwas bedeuten“, heißt es seitens der Organisatoren.

Stephanie Sieme

Beim Projekt „Offenes Heimatmuseum“ werden die spannendsten Ecken und die unvergesslichsten Plätze in der Stadt Billerbeck gesucht. 140 Personen haben sich bereit erklärt, mitzumachen. Foto: Lukas Maschke

140 Personen haben sich gemeldet und bereit erklärt, beim „Offenen Heimatmuseum“ mitzumachen und dafür ihre ganz persönlichen Erinnerungen, Geschichten, die Bedeutung der jeweiligen Orte und Anekdoten zu schildern. „Das ist eine mega gute Zahl“, findet Dr. Ipek Wiesmann. Die Billerbeckerin freut sich über diese Resonanz. Mit einem Paket aus Informationen zum Projekt und einem Erklärvideo sind die Teilnehmenden ausgestattet worden. „Bislang hat sich ein Viertel zurückgemeldet – mit tollen Fotos und Geschichten“, berichtet Dr. Ipek Wiesmann, die darum bittet, dass sich auch noch die anderen restlichen Teilnehmenden melden. „Wir brauchen dringend die Lieblingsorte, damit unsere Künstler loslegen können“, erklärt die Domstädterin. Denn Anfang Juni sollen alle Daten der Teilnehmenden gesammelt sein. Dann wird die Auswertung vorgenommen und entschieden, welche 30 Orte mit den von Künstlern gestalteten und gefertigten Museumsaufsteller ausgestattet werden. Auf diesen Aufstellern werden QR-Codes zu finden sein, über die Fotos, persönliche Geschichten der Bürger und Wissenswertes abgerufen werden können. Zusätzlich sollen die Orte auf digitalen Stadtkarten erlebbar gemacht werden. Geplant ist, dass „Offene Heimatmuseum“ im September zu eröffnen.

Auch, wenn mehrere Personen den gleichen Lieblingsort haben sollten, ist das nicht schlimm, wie Dr. Ipek Wiesmann betont. „Einfach Fotos, Sprachnachrichten oder einen Text zu den Orten an uns schicken“, sagt sie. Erreichbar ist das Organisationsteam per E-Mail an anmeldung@heimatmuseumbilerbeck.de sowie telefonisch oder per Whatsapp unter Tel. 0157/39590965.

Finanziell gefördert wird das Projekt „Offenes Heimatmuseum“ vom Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen, von der Sparkassenstiftung und von Wolfgang Suwelack.

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