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300 Besucher haben Spaß bei der neunten Auflage des BCC

Culture Camp rundum gelungen

Billerbeck

Spaß und jede Menge Action waren am Samstagnachmittag am Helker Berg angesagt. „Die kriege ich so schnell nicht wieder mit“, war sich ein Großvater aus Darup sicher, der mit seinen zwei Enkelkindern mal kurz beim „Baumberge Culture Camp (BCC)“ vorbeischauen wollte. Kein Wunder, denn das Angebot mit verschiedenartigen Workshops war einfach zu groß und zu verlockend. Da durften sich die jungen Teilnehmer zwischen zehn und 14 Jahren schon mal mit der Qual der Wahl auseinandersetzen.

Von Ulla Wolanewitz

Das Graffiti-Sprayen war wieder besonders gefragt und wer hier einen Platz ergattert hatte, konnte seiner Fantasie freien Lauf lassen. Foto:

„Wegen dem Wetter bangen wir jedes Jahr aufs Neue und immer wieder bleibt es trocken“, freute es nicht nur Organisator Gero Tschesche. Erst am Abend, als der Rückbau zum größten Teil abgeschlossen war, gab es die ersten Tropfen. Im vergangenen Jahr fiel das BCC komplett Corona zum Opfer. Dieses Mal musste lediglich auf ein Konzert und den „Snake Run Jam“ verzichtet werden. Immerhin konnten BMX- und Scooter-Piloten sich die Skaterbahn untertan machen und hier ihre Pirouetten drehen.

Das „BCC“, als einmaliges Angebot in der Region, organisieren die Verantwortlichen für Jugendarbeit der Kommunen Billerbeck, Nottuln, Havixbeck, Rosendahl, Coesfeld und der Kreis Coesfeld und nutzen dafür die Förderung vom NRW-Landesprogramm „Kulturrucksack“. Aus Coesfeld war sogar ein Shuttle-Bus eingesetzt worden, der die Jugendlichen an den Ort des interessanten Geschehens brachte. „Nächstes Jahr gibt es den Kulturrucksack zehn Jahre. Da machen wir etwas ganz Besonderes“, versicherte Anja Sühling, Beauftragte des Kreises Coesfeld.

Wie immer war die Nachfrage beim Graffiti-Sprayen höher, als die vorhandenen Plätze. Wer hier nicht zum Zuge kam, konnte es gegenüber beim Trommel-Workshop richtig krachen lassen. Schon nach kurzem „Warming Up“ waren hier fette Grooves wie „We will rock you“ zu hören. Zwischendurch gab es natürlich ausreichend Angebote, um sich zu stärken. Der süße Zahn kam mit frisch gesponnener Zuckerwatte auf seine Kosten. Die Ausdauer konnte an der großen Feuerschale erprobt werden, beim Backen von Stockbrot an der Haselnussroute.

Logisch durften die Artisten in dieser Manege auch nicht fehlen. Tricks und Kniffs für die Jonglage oder anderes Gaukler-Werkzeug vermittelten im „Zirkus-Workshop“ mit David Langkamp und Daniel Lorenz zwei Experten aus Münster. Dabei kam natürlich auch immer wieder gerne der altbewährte Hula-Hoop-Reifen zum Einsatz. Seiltanzen war nicht angesagt, allerdings bot die „Slackline“, ein stramm gespanntes Gurtband, beste Gelegenheit, um das Balanciervermögen zu testen. Am späteren Nachmittag gab es dann auch noch eine kleine gemeinsame Vorführung. Neu im Angebot waren das Bogenschießen und der Scratch-Workshop, nicht nur für angehende DJ’s.

Fazit: Rundum mal wieder eine gelungene Sache. „Wir bauen das Programm stetig aus und so kann das BCC von Jahr zu Jahr wachsen“, erklärte Gero Tschesche, der sich mit dem Orga-Team über insgesamt etwa 300 Besucher freute.

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