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Regierungspräsidentin Dorothee Feller besucht Domstadt / Schuldiskussion ist Thema

Die Entscheidung rückt näher

Billerbeck

In der nächsten Woche könnte es so weit sein, dann könnte mit einer Aussage zu einer dritten Gesamtschule am Standort Roxel gerechnet werden, wie Regierungspräsidentin Dorothee Feller sagte. Aber nein, nicht allein der Schulstandort Billerbeck war Anlass der „Tour d’Horizon“, zu der Dorothee Feller in die Domstadt kam. „Ich besuche die einzelnen Kommunen immer mal wieder, um mir vor Ort einen Eindruck zu machen“, erklärte die Regierungspräsidentin, die mit Bürgermeisterin Marion Dirks am Rathaus startete, um die Entwicklung der Stadt – unter anderem mit der neuen Barrierefreiheit – in Augenschein zu nehmen.

Von Ulla Wolanewitz

Stippvisite in der Stadtaula: (v.l.) Hubertus Messing (Fachbereichsleiter Zentrale Dienste und Ordnung), Birgit Schulze Wierling (CDU), Patrick Dieker (SPD), Stefan Holthausen (Fachbereichsleiter Planen und Bauen), Dorothee Feller (Regierungspräsidentin), Marga Köhler (SPD), Dr. Anne-Monika Spallek (Grüne), Werner Schulze Esking (CDU), Matthias Ahlers (CDU), Martin Struffert (Fachbereichsleiter Soziales), Kämmerin Marion Lammers, Bürgermeisterin Marion Dirks, Niels Geuking (Familien-Partei) und Hanna Hüwe (Grüne). Foto: Foto: Ulla Wolanewitz

„Billerbeck ist mir nicht fremd. Ich komme öfter auf Radtouren hierher und kenne auch die Cafés ganz gut“, ließ die 55-Jährige wissen. Beeindruckt zeigte sie sich von der Ausstattung der Geschwister-Eichenwald-Schule, wo „alles in einem sehr gepflegten Zustand ist. Das habe ich woanders auch schon ganz anders erlebt“.

In der Schule kam sie mit Vertretern der Fraktionen und den Fachbereichsleitern der Verwaltung zusammen. Ein Thema, das zunächst alle anderen dominierte: der Schulstandort Billerbeck. Eltern, Verwaltung und Politik sind bekanntlich in Sorge, weil sich die Stadt Münster auf der Suche nach einem Standort für eine weitere Gesamtschule befindet und dabei Roxel im Gespräch ist und dadurch befürchtet wird, dass sich die Einzugsbereiche der Anne-Frank-Geamtschule und der einer möglichen Gesamtschule in Roxel überschneiden würden und der Schulstandort in Billerbeck dadurch gefährdet sei. „Schule ist einer der härtesten Wirtschaftsfaktoren“, machte Niels Geuking (Familien-Partei) deutlich. „Für junge Familien, die sich hier niederlassen wollen, ist das ein wichtiges Entscheidungskriterium.“ Feller betonte einmal mehr, dass sie keine Entscheidung gegen Billerbeck treffen werde, sondern anhand der Gesetzesgrundlage und der vorliegenden Zahlen abwägen müsse und zu entscheiden habe. „Wir haben diesbezüglich schon viele Kröten schlucken müssen und möchten so langsam mal wieder Blumen ernten“, brachte es Marga Köhler (SPD) auf den Punkt. Diskussionen zu einem Plan B hielt die Bürgermeisterin entgegen: „Den brauchen wir erstmal nicht, weil wir an Plan A festhalten“. Womit sie zuversichtlich darauf hindeutete, dass der Schulstandort Billerbeck erhalten bleiben kann. Auch warb die Regierungspräsidentin mit „nun warten Sie es doch erstmal ab“ um noch etwas Geduld. So wie das rüberkam, wusste Dr. Anne-Monika Spallek (Bündnis90/Die Grünen) dieser Äußerung durchaus eine positive Note zu entnehmen: „Das klingt doch schon mal sehr gut.“

Mit Blick auf eine Übersicht in ihrem Tablet gab Feller in die Runde, dass in der Vergangenheit viele Fördergelder in die Domstadt geflossen sind: „Gute Ideen und Konzepte unterstützen wir sehr gerne.“ Seitens der Politik hieß es, dass das durchaus ein Verdienst der Verwaltung sei. Dass freute nicht nur die Fachbereichsleiter, sondern vor allem Kämmerin Marion Lammers, die nebenbei bemerkte: „Und das alles ohne Fördermittelmanager!“. Der jüngste Bescheid aus dem Städtebauförderprogramm über 90 000 Euro ist eine Woche alt und die Zuwendung soll für Hof- und Fassadenerneuerungen, sowohl privat als auch öffentlich, genutzt werden. Da nach dem Bescheid sozusagen vor dem nächsten Antrag liegt, ließ es sich Dirks nicht nehmen, die Regierungspräsidentin bei ihrer Exkursion über den Johannis-Kirchplatz zu führen, denn „das Pflaster ist sehr uneben und ebenfalls erneuerungsbedürftig“.

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