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Stadt und ADFC veröffentlichen Ergebnisse des Fahrradklima-Tests

„Drei plus“ für Radverkehr-Standard

Billerbeck

Gemeinsam wollen sich die ADFC-Ortsgruppe und die Stadt Billerbeck dafür einsetzen, dass Radfahrer beim nächsten ADFC-Fahrradklima-Test noch besser abschneiden. Dabei liegt Billerbeck schon auf den vorderen Plätzen, wie es in einer gemeinsamen Pressemitteilung heißt. Die Radler gaben dem Standard für den Radverkehr in der Domstadt die Schulnote 2,9. Damit liegt Billerbeck in seiner Größenklasse bundesweit auf Platz 12 von 418 bewerteten Kommunen, NRW-weit auf Platz 6 von 54. Aber bei einer „Drei plus“ ist noch Luft nach oben, wie ADFC und Stadt feststellen. 108 Radler haben beim ADFC-Fahrradklima-Test online ihre Bewertung für Billerbeck abgegeben. Vergleichszahlen zu früheren Tests gibt es für Billerbeck nicht, weil die Anzahl der Bewertungen in der Vergangenheit nicht ausreichte. Die große Anzahl der Teilnehmer an der Bewertung zeige den großen Stellenwert des Fahrradverkehrs in Billerbeck, den es noch weiter auszubauen gelte, heißt es in der Mitteilung weiter. Der Fahrradverkehr werde im künftigen Mobilitätskonzept der Stadt, das mit breiter Bürgerbeteiligung entwickelt werden soll, einen großen Raum einnehmen.

Die Radler haben beim ADFC-Fahrradklima-Test den Standard für den Radverkehr in der Domstadt mit der Schulnote 2,9 bewertet. Foto: Foto: Archiv

Besonders zufrieden seien die Menschen laut Stadt und ADFC mit der Öffnung der Einbahnstraßen in Gegenrichtung, dafür gab es eine 1,4. Bundesweit haben die Nutzer in Billerbecks Größenklasse im Durchschnitt dafür eine 3,4 vergeben. Besonders positiv sei mit 1,7 bewertet worden, dass das Stadtzentrum mit dem Rad gut zu erreichen sei. Ebenso könnten zügig und direkt weitere Ziele mit dem Rad erreicht werden (1,8). Die schlechtesten Noten habe es für die Breite der (Rad)Wege mit 3,5 sowie mit jeweils 3,8 für die Fahrradmitnahme im ÖPNV und die Falschparkerkontrolle auf Radwegen gegeben. Die Radler hätten übereinstimmend gesagt, dass mit 1,9 das Fahrradfahren in Billerbeck Spaß mache, so ADFC und Stadt. Bei der Akzeptanz als Verkehrsteilnehmende gibt es die Note 2,5. Beim Thema Sicherheit werden die Noten ein wenig schlechter, heißt es. Das Sicherheitsgefühl wird mit 2,7 bewertet, Konflikte mit Kraftfahrzeugen und Hindernisse jeweils mit 3,0. Die Bewertung beim nächsten Fahrradklimatest müsse hierbei schon besser ausfallen, heißt es. Denn auf Anregung des ADFC hat die Stadt bereits Umlaufsperren überprüft. Sie werden entfernt oder, wenn aus Sicherheitsgründen darauf nicht verzichtet werden kann, so aufgestellt, dass auch Lastenräder und Räder mit Fahrradanhänger diese gut passieren können. Das Thema Fahrraddiebstahl wurde mit 3,5 bewertet und gehört damit zu den Schwächen.

Die Bürger hatten auch die Möglichkeit, Kommentare zu bestimmten Radfahrthemen zu schreiben. Insgesamt 41-mal machten sie davon Gebrauch. So wurde angemerkt, dass eher der Alltagsverkehr mit dem Fahrrad gefördert werden solle. Es dürfe nicht nur die Freizeitnutzung und der Tourismus im Vordergrund stehen. Eine fehlende Querungshilfe an der Coesfelder Straße Höhe Baumgarten wurde ebenso angemahnt wie mehrere Gefahrenpunkte. So sei die Verkehrsführung an der Darfelder Straße stadteinwärts unübersichtlich. Auch auf die notwendige Fortführung von Radwegen beispielsweise an der Daruper Straße und an der Beerlager Straße stadtauswärts wurde hingewiesen. Auch werden in der Innenstadt Fahrradstraßen vermisst. Es müsse mehr Werbung gemacht werden, das Auto mal stehen zu lassen und das Rad zu nehmen – für den Klimaschutz, die Gesundheit und die Begegnung. All diese Punkte sollen in künftige Maßnahmen einfließen, zum Teil seien die Weichen schon gestellt.

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