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Premiere für Börse mit 35 Unternehmen im Schulzentrum

Einblicke in Berufsfelder erhalten

Billerbeck

Ein Drogentest bei einer Ausbildungsbörse? Warum nicht? Schließlich trifft die Bezeichnung Droge auch für Lavendel, Kamille, Fenchel, Salbei und Süßholz zu, eben für getrocknete Pflanzenteile, die zur Heilung von Krankheiten eingesetzt und in einer Apotheke verarbeitet und gehandelt werden. Spannende Informationen wie diese gab es reichlich bei der Berufswahlbörse in der Geschwister-Eichenwald-Aula, zu der die Anne-Frank-Gesamtschule (AFG) eingeladen hatte.

Von Ulla Wolanewitz

Die 35 Aussteller präsentierten sich mit ihrem Firmen-Portfolio, um dem Nachwuchs Einblick in ihre Branche und das Tätigkeitsfeld zu geben. Foto: Fotos: Ulla Wolanewitz

„35 Unternehmen und Dienstleister aus dem kaufmännischen, technischen und handwerklichen Bereich sind hier dabei“, erklärte Klaus Klein, AFG-Lehrer und Koordinationsleiter für die berufliche Orientierung, der seit 2009 diese Veranstaltung organisiert. Erstmalig jedoch in der Domstadt. Die Aussteller präsentierten sich mit ihrem Firmen-Portfolio, um dem Nachwuchs Einblick in ihre Branche und das Tätigkeitsfeld zu geben.

Die Jugendlichen, die nicht in Begleitung ihrer Eltern unterwegs waren, rauschten in kleinen Trüppchen herein, näherten sich dem Angebot jedoch teils recht zögerlich. „Man muss sie direkt ansprechen“, so Hubertus Messing, der mit einer Kollegin für die Stadtverwaltung Billerbeck warb. „Wir empfehlen ein Praktikum zum Kennenlernen und Reinschnuppern.“

Salome Laurenz am Stand vom Stift Tilbeck gegenüber konnte das nur unterstreichen. Sie war beispielsweise durch ein Freiwilliges Soziales Jahr zu ihrem Beruf gekommen. „Ich konnte mir nie vorstellen, in der Pflege zu arbeiten“, erklärte die Heilerziehungspflegerin im zweiten Ausbildungsjahr. „Die Wertschätzung, die man von den Menschen bekommt, mit denen man arbeitet, ist einfach enorm. Und das macht die Freude am Beruf aus.“

Das Konzept junge Mitarbeiter und Auszubildende bei solchen Börsen als Multiplikatoren mit Magneteffekt einzusetzen, ist goldrichtig und kam auch bei den jungen Besuchern sehr gut an. „Die Arbeit mit Menschen, gute Bezahlung und 14 Monatsgehälter“, waren für Hussam Abu Nusaira ausschlaggebend bei der Berufswahl zum Kaufmann für Versicherungen und Finanzen bei der Debeka. „Mit 1700 Auszubildenden gehören wir bundesweit zu den Top 3.“ Auch die begleitenden Eltern fanden die große Auswahl an Infoständen nicht uninteressant. „Ist der zu haben?“, flachste ein Vater mit Blick auf den Stromspeicher, den er am Stand von Löderbusch Elektro-, Energie- und Gebäudetechnik entdeckte. Das Handwerksunternehmen bildet derzeit sieben Jugendliche aus und war mit seiner jungen Garde vertreten. „Leider nicht“, ließ Chef Klaus Löderbusch schmunzelnd durchblicken. „Stromspeicher sind heiß begehrt momentan.“

Organisator Klein freute sich über eine gelungene Veranstaltung. Die Aussteller seien überwiegend zufrieden gewesen. Nächstes Jahr findet die Berufswahlbörse dann wieder am Gesamtschulstandort in Havixbeck statt.

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