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Feuerwehrgerätehaus-Bau von Lieferschwierigkeiten betroffen

Fertigstellung erst Ende des Jahres

Billerbeck

Die Vorfreude auf den Einzug ins neue Feuerwehrgerätehaus ist groß, wie Matthias Heuermann, stellvertretender Leiter der Freiwilligen Feuerwehr sagt. Bis die Kameraden ihr neues Domizil im Friethöfer Kamp beziehen können, dauert es noch. Und das länger als gedacht.

Von Stephanie Sieme

Im künftigen Schulungsraum der Feuerwehr werfen (v.l.) Wolfgang Langner (Wehrleiter), Jürgen Erfmann (Stadt Billerbeck) und Matthias Heuermann (stellv. Wehrleiter) noch einmal einen Blick in die Planung. Foto: Foto: Stephanie Sieme

Geplant war, dass das neue Feuerwehrgerätehaus bereits in diesem Herbst fertiggestellt wird. Nun soll es voraussichtlich Ende des Jahres so weit sein. Lieferschwierigkeiten von Materialien verzögern die Fertigstellung, wie Jürgen Erfmann (Stadt Billerbeck) informiert. Unter anderem fehlen Bauteile für die Elektronik und Lampen. Die Lampen sollen schon vor über drei Monaten bestellt worden sein, wie Erfmann berichtet. Gewartet werden musste auch auf Ventile für den Wasseranschluss, die nun eingetroffen sind. Weiter gewartet wird auf den Rettungsturm. Versucht werde, dass der Einzug der Wehr aber noch in diesem Jahr erfolgen könne, so Erfmann. „Dafür muss alles fertig sein“, betont Wehrleiter Wolfgang Langner. In ein Provisorium könne nicht eingezogen werden. Schließlich müsse die Wehr jederzeit einsatzbereit sein. Zwar sei man laut Erfmann in den letzten Zügen, aber auf der Baustelle „Feuerwehrgerätehaus“ gebe es noch viel zu tun. „Viele kleine Dinge“, sagt Langner. Aber auch gute Nachrichten hat Erfmann mit im Gepäck: Der Kostenrahmen in Höhe von 4,7 Millionen werde bislang eingehalten. „Wir sind im Budget“, sagt er.

Die Böden sind gefliest, die Malerarbeiten so gut wie abgeschlossen. Aktuell laufen die Aufbauarbeiten der Möbel. „In 14 Tagen sollten alle Möbel aufgebaut sein“, berichtet Erfmann. Auch die Spinde in den Umkleiden der Damen und der Herren sind bereits aufgestellt. Im neuen Gerätehaus gibt es für die Kameradinnen und die Kameraden getrennte Umkleiden und Sanitärräume – ausgestattet jeweils auch mit Alarmmonitoren. „Darauf können sie sofort sehen, was los ist“, sagt Langner. Auch in der Fahrzeughalle sowie im Funkraum wird es solche Monitore geben. Neben der großen Fahrzeughalle mit sieben Stellplätzen befinden sich im Erdgeschoss des Gebäudes noch ein Hochregallager, eine Waschhalle – beides kann bei Bedarf auch zu Stellplätzen für Einsatzfahrzeuge genutzt werden – die Werkstatt und die Umkleiden mit Sanitärräumen, eine Kleiderkammer, eine Stiefelwaschanlage und ein Besprechungsraum für Einsatznachbesprechungen. Die Funkzentrale, Verwaltungs-, Schulungs- und Aufenthaltsräume samt Küche sind im Obergeschoss untergebracht. Regelmäßig führt die Wehrleitung Baustellenbegehungen für ihre Kameraden durch, um über die Baufortschritt zu informieren. Kommenden Freitag steht wieder eine dann – dann für die Ehrenabteilung.

Nicht abschließend geklärt ist bislang, wie der Kreuzungsbereich Daruper Straße / Coesfelder Straße aufgeweitet werden könne. Denn dort kommt es vor allem durch den Berufsverkehr in den Morgen- und Abendstunden auf der Daruper Straße immer wieder zu einem Rückstau – verursacht durch Linksabbieger, die Richtung Coesfeld fahren wollen. Platz für Fahrzeuge, die rechts Richtung Innenstadt abbiegen wollen, gibt es dann nicht. Bei einem Einsatz der Feuerwehr wäre das ungünstig.

„Es gibt zwei Lösungsansätze“, so Hubertus Messing (Stadt Billerbeck). Entweder müsse die Mittelinsel an der Daruper Straße weg und durch eine farbliche Markierung ersetzt oder – wie von der Stadtverwaltung favorisiert – die Fahrbahn müsse verbreitert und der Bordstein an der rechten Seite dafür ein wenig schmaler gemacht werden. Gespräche dazu hätten laut Messing bereits mit der Polizei und der Straßenverkehrsbehörde stattfinden sollen. Ein neuer Termin sei nun nach den Herbstferien anberaumt, so Messing.

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