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Bericht im Umweltausschuss

Firma kontrolliert 2750 Bäume alle drei Jahre

Billerbeck

(fs). Anfragen aus der Bürgerschaft, warum dieser und jener Baum gefällt werden musste, wo er doch augenscheinlich noch gesund war, erhält Holger Dettmann öfter. „Bei genauer Betrachtung ist das jedoch nicht so“, erläutert der Sachbearbeiter vom Fachbereich Planen und Bauen in der jüngsten Sitzung des Umweltausschusses.

Wenn Bäume gefällt werden, hat dies meist triftige Gründe. Foto: Foto: Pixabay

Bis 2021 seien die 2750 Bäume in der Innenstadt durch den Bauhof kontrolliert worden. Aus personellen Gründen übernimmt die Kontrolle seit 2021 ein externes Unternehmen. „Jeder Baum wird alle drei Jahre einmal im belaubten und unbelaubten Zustand kontrolliert“, erläutert Dettmann. Die Kontrollen lässt sich die Stadt 9481 Euro pro Jahr kosten. Sämtliche Daten wie Höhe oder Stammdurchmesser und Befunde zu jedem Baum werden in einer Google-Earth-Datei gespeichert. Sollte die Verkehrssicherheit beeinträchtigt sein, ist dort auch vermerkt, ob und mit welchen Maßnahmen sie sich wiederherstellen lässt. In die Liste sollen jedoch nur Bäume aufgenommen werden, „an denen etwas gemacht werden muss.“

Als Beispiel zieht Dettmann einen Baum mit einer Aushöhlung und einer Restwandstärke von vier Zentimetern heran. Der „Greenkeeper“ attestiert ihm eine Überlebenschance von 50 Prozent – und das nur, wenn man die Krone stark einkürze. Wenn aber die „Zugwurzel verfault“, so wie bei dem jüngst gefällten Baum auf dem Ludgeri-Schulhof, dann sei „keine Standsicherheit mehr gegeben“.

Ausschussvorsitzender Ralf Flüchter (Grüne) sah ein, dass die Verkehrssicherheit oberste Priorität habe, betonte aber, dass auch Höhlen in Bäumen „einen ökologischen Wert“ zum Beispiel für Fledermäuse haben.

Im Außenbereich nehme der Bauhof halbjährliche Kontrollen vor. „Anlieger und Landwirte melden sich aber in der Regel selbst, wenn ihnen etwas auffällt, und dann fährt man eben raus“, meinte Dettmann. Langfristig würde man auch im Außenbereich gerne alle Bäume erfassen. Dort sei der Bestand aber erheblich höher.

Das in Auftrag gegebene Baumkataster soll übrigens bis zum 31. Oktober 2022 fertig sein, wie Holger Dettmann auf eine Nachfrage von Werner Wiesmann (CDU) antwortete.

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